Finanzprodukte dürfen gerne grün aussehen - wie nachhaltig sie tatsächlich sind, ist oft nur schwer zu erkennen. / Foto: Pixabay

04.12.19 Institutionelle / Anlageprofis , Finanzdienstleister

Nachhaltige Finanzen: Viel Lobbyarbeit gegen strenge EU-Taxonomie

Fast jede Bank, fast jeder Versicherer wirbt derzeit mit "nachhaltigen“ Produkten. Hinter den Kulissen scheinen sich aber viele Unternehmen und Verbände der Finanzbranche gegen strenge Nachhaltigkeitsstandards auf EU-Ebene auszusprechen.

Die EU möchte ein einheitliches Klassifizierungssystem für nachhaltige Finanzen einrichten, die sogenannte EU-Taxonomie. Es sollen Kriterien festgelegt werden, nach denen Wirtschaftsaktivitäten, Investitionen und Finanzprodukte als nachhaltig gekennzeichnet werden dürfen. Eine anspruchsvolle Taxonomie könnte verhindern, dass – wie aktuell oft zu beobachten – Finanzprodukte als nachhaltig angepriesen werden, obwohl sie es bei genauem Hinschauen nicht sind.

Derzeit befindet sich die Nachhaltigkeits-Taxonomie in den abschließenden Verhandlungen zwischen Europäischem Rat, EU-Kommission und EU-Parlament. Einer neuen Studie der britischen Nichtregierungsorganisation InfluenceMap zufolge versuchen zahlreiche Finanzinstitute und Wirtschaftsverbände, durch Lobbyarbeit eine anspruchsvolle Taxonomie zu verhindern.

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

09.09.19
Evangelische Bank: Thomas Katzenmayer zur geplanten EU-Taxonomie
 >
05.09.19
EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften: FNG und andere Organisationen veröffentlichen Stellungnahme
 >
21.06.19
EU veröffentlicht Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x