Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank

09.09.19 Finanzdienstleister

Evangelische Bank: Thomas Katzenmayer zur geplanten EU-Taxonomie

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, äußert sich in einer Erklärung zur geplanten Taxonomie für nachhaltige Finanzprodukte im Rahmen des EU-Aktionsplans.

Letzte Woche haben mehrere Organisationen eine gemeinsame Stellungnahme zu den Taxonomie-Plänen der EU veröffentlicht (ECOreporter berichtete hier). Die Evangelische Bank unterstützt diese Stellungnahme. Thomas Katzenmayer, der Vorstandsvorsitzende des Kasseler Finanzinstituts, betont in einer Erklärung ergänzend zwei Aspekte.

Die Erklärung in Auszügen:

„Erfolg = Ökologie, Ökonomie UND Soziales

Die Nachhaltigkeitstaxonomie der EU ist bis zum jetzigen Stand der Verhandlungen auf ökologische Kriterien für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten fokussiert. Dies ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und der ehrgeizigen politischen Ziele insbesondere zur Reduktion von Treibhausgasen folgerichtig. Jede Maßnahme, die zum Schutz der Umwelt beiträgt, ist dringend geboten. Die Wirtschaft insgesamt muss sich zukünftig noch stärker auf Ressourcenschonung und Klimaschutz ausrichten. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst. Dennoch umfasst unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis weit mehr als die Frage der Ökologie. Insbesondere sozial-ethische Aspekte müssen neben der Ökologie zum integralen Bestandteil der EU-Taxonomie werden. Nachhaltigkeit lässt sich nicht eindimensional begreifen. Das Geschäftsmodell der Evangelischen Bank zeigt, dass die strategische Integration von allen drei Aspekten der Nachhaltigkeit zum Erfolg führt. Wir sind überzeugt, dass Unternehmen langfristig umso erfolgreicher sind, je konkreter und ernsthafter sie die drei Säulen der Nachhaltigkeit als Gesamtheit in ihre Geschäftsprozesse integrieren.

Nachhaltigkeits-Know-how als Fundament

Uns ist die Komplexität bewusst, die mit der Festlegung einer EU-Taxonomie verbunden ist. Unabhängig davon, wie die Verhandlungen auf EU-Ebene fortgeführt werden und zu welchen inhaltlichen Verschiebungen es noch kommt – letztlich sind alle Finanzmarktakteure, Kunden und die breite Öffentlichkeit aufgefordert, die gesellschaftlich notwendigen und zukunftsgerichteten Impulse zu setzen. Informationen, die für soziale und ökologische Themen sensibilisieren, sollten gut, umfassend und transparent verfügbar sein.“

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