Nordex hat 2022 weniger Aufträge erhalten. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Nordex meldet Auftragsrückgang für 2022

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex hat 2022 weniger Aufträge erhalten als im Jahr zuvor. Die Bestellungen summierten sich auf 1.235 Anlagen mit einer Nennleistung von 6,3 Gigawatt (GW), wie der Konzern mitteilt. 2021 waren es 1.636 Anlagen mit einer Leistung von rund 8 GW gewesen.

Größte Einzelmärkte in Europa waren Deutschland, Finnland, die Türkei, Polen und Spanien. Lateinamerika habe mit vier Ländern 21 Prozent des Auftragsvolumens ausgemacht, Nordamerika lediglich 6 Prozent.

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Im vierten Quartal 2022 habe man allerdings höhere Preise durchsetzen können als im Vorjahr, betonte der Vorstand. Wie alle Windanlagenbauer leidet Nordex unter hohen Kosten und angespannten Lieferketten. In der Branche ist es schwierig, gestiegene Preise weiterzugeben, weil Verträge oft langfristig und mit Preisgarantien geschlossen werden.

Aktie mit Problemen

Die Nordex-Aktie ist nach Veröffentlichung der Mitteilung aktuell 3,4 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 14,26 Euro (Stand: 17.1.2023, 10:47 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 18,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 7,9 Prozent an Wert gewonnen.

ECOreporter rät unverändert von einem Einstieg bei Nordex ab. Das Unternehmen befindet sich weiterhin in der Verlustzone, hohe Kosten und seit Jahren schwache Margen waren schon vor der Corona-Pandemie und den übrigen derzeitigen Krisen ein Problem.

Zwar sieht die Kursentwicklung mit Blick auf die letzten Monate erfreulich aus. Doch die Nordex-Aktie gewann in den letzten Jahren immer wieder deutlich an Wert, um dann erneut abzustürzen, wenn Prognosen verfehlt und Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Auch aktuell befindet sich die Aktie gerade einmal auf dem Niveau von April 2022, als sie sich nach einer längeren Korrektur etwas erholte. Danach stürzte sie wieder auf ein Jahrestief von etwa 7 Euro ab. Von ihren historischen Höchstständen ist die Aktie ohnehin weit entfernt: Um die Jahrtausendwende wurden Preise von bis zu 90 Euro verzeichnet.

Nordex ist daher auch ein beliebtes Ziel von Spekulanten, die auf sinkende Kurse wetten. Mehr dazu erfahren Sie im ECOreporter-Dossier Hello Fresh, Encavis, Nordex, Beyond Meat, Fisker – hier wetten Shortseller auf fallende Kurse.

Welche Aktien aus dem Windenergiesektor die Redaktion als aussichtsreich einschätzt, erfahren Sie in unserem Branchenüberblick Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

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