Nordex hat weiterhin ein Margenproblem. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Nordex wird pessimistischer, Verlust wächst

Der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat in den ersten neun Monaten 2022 deutlich mehr Verlust gemacht als im Vorjahr. Das Jahresergebnis soll schwach ausfallen.

Nordex erzielte zwischen Januar und September 2022 einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro, ein Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal wurde ein Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erzielt.

Der Verlust stieg in den ersten neun Monaten von rund 104 Millionen Euro im Vorjahr auf knapp 372 Millionen Euro. Das Minus je Aktie betrug 2,12 Euro.

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Nordex begründet die schlechten Ergebnisse mit einem "anhaltend stark inflationären Umfeld" sowie den Unterbrechungen der Lieferketten. Zudem würden sich die aktuell im Auftragseingang gestiegenen Verkaufspreise erst mit zeitlicher Verzögerung positiv auswirken.

In den ersten drei Quartalen 2022 belief sich der Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Service) auf 4,4 Gigawatt (GW). Im Vorjahreszeitraum waren es 4,6 GW.

Schwaches Ergebnis erwartet

Die Marge für das Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) erwartet Nordex nur noch am unteren Ende der bislang prognostizierten Spanne, sprich bei minus 4 Prozent. Ursachen für den schwächeren Ausblick sind laut Nordex die fortwährenden Unterbrechungen der Lieferketten, Folgekosten aus Projektverzögerungen und die steigende Inflation.

Die Nordex-Aktie verlor nach Veröffentlichung der Zahlen im gestrigen Xetra-Handel 2,8 Prozent an Wert. Aktuell ist die Aktie zum Vortag 0,4 Prozent im Minus und kostet 10,36 Euro (Stand: 15.11.2022, 10:12 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 27,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 25 Prozent an Wert eingebüßt.

ECOreporter rät schon länger von einem Einstieg in die Nordex-Aktie ab. Schwache Margen, schon vor Beginn der Corona-Krise ein Problem des Unternehmens, und hohe Verluste lassen weiterhin keinen Aufwärtstrend erkennen. Die Aktie ist auch beliebt bei Spekulanten, die auf sinkende Kurse wetten, sogenannten Shortsellern. Mehr dazu lesen Sie hier.

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