Baustelle von Orsted: Der dänische Konzern gehört zu den größten Projektierern und Betreibern von Offshore-Windparks in Europa. / Foto: Unternehmen

08.02.19 Erneuerbare Energie , Meldungen

Offshore-Wind: Neuinstallationen in Europa legen um 18% zu

In Europa sind im letzten Jahr laut dem Branchenverband WindEurope neue Windkraftanlagen zu Wasser (Offshore-Anlagen) mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Gigawatt (GW) errichtet worden – ein Plus von 18 Prozent gegenüber 2017.

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Insgesamt gingen im letzten Jahr in Europa nach Angaben von WindEurope 15 neue Offshore-Windparks ans Netz. Die meisten Anlagen wurden vor den Küsten Großbritanniens (1,3 GW) und Deutschland (0,97 GW) errichtet. Die beiden Länder kamen bei den Neuinstallationen auf einen Marktanteil von zusammen 85 Prozent.

WindEurope zufolge werden derzeit in elf europäischen Staaten 105 Offshore-Windparks mit einer Leistungskapazität von 18,5 GW betrieben. Dies entspricht einem Anteil von ungefähr 10 Prozent am gesamten europäischen Windmarkt.

Leistungsfähigkeit der Turbinen um 15% gestiegen

Die durchschnittliche Nennleistung von neu installierten Offshore-Windturbinen ist laut WindEurope im letzten Jahr um 15 Prozent auf 6,8 Megawatt (MW) gestiegen. Die weltweit leistungsstärksten Turbinen kommen derzeit auf 8,8 MW. Der aktuell weltgrößte ans Netz angeschlossene Offshore-Windpark ist Walney 3 Extension vor der Küste Großbritanniens mit einem Leistungsvolumen von 657 MW.

Nach Angaben von WindEurope werden momentan sechs Windparks in europäischen Hoheitsgewässern errichtet, darunter das britische Projekt Hornsea 1 mit einer Kapazität von mehr als 1 GW. Mit dem Bau von zwölf weiteren Windparks könne in naher Zukunft begonnen werden.

Laut WindEurope ist der Bau von Offshore-Windkraftanlagen im letzten Jahr deutlich günstiger geworden. 2018 sei 37 Prozent mehr Geld in Windparks zu Wasser investiert worden als im Jahr davor, die neu installierte Leistungskapazität sei jedoch um 91 Prozent gestiegen.

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