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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Orsted zieht sich aus Stromvertrag in den USA zurück
Der dänische Energiekonzern Ørsted hat sich aus einer Vereinbarung mit dem US-Bundesstaat Maryland über den Verkauf von Strom aus einem großen Offshore-Windpark zurückgezogen. Es ist der jüngste Schritt von Ørsted, um sich in den USA neu aufzustellen.
Der Stromvertrag war für das in Entwicklung befindliche Windpark-Projekt Skipjack im Atlantischen Ozean geschlossen worden. Die ursprünglich festgelegten Preise seien aufgrund von Inflation, hohen Zinssätzen und Problemen in der Lieferkette nicht mehr tragfähig, erklärte das dänische Unternehmen am späten Donnerstag. Ørsted wird das Projekt mit einer Leistungskapazität von fast 1 Gigawatt dennoch weiterverfolgen.
Ørsted muss sich in den USA neu aufstellen
"Die heutige Ankündigung bekräftigt unser Engagement für die Entwicklung von wertschöpfenden Projekten und stellt eine Gelegenheit dar, Skipjack Wind neu zu positionieren", sagte David Hardy, Leiter der amerikanischen Abteilung von Ørsted, in einer Erklärung.
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Die aufstrebende US-Offshore-Windindustrie kämpft mit der Anpassung an die höheren Kosten und macht sich Sorgen um ihre Zukunft. Konzerne waren gezwungen, die Kalkulationen für bereits vor Jahren geplante Windprojekte neu zu berechnen, wobei einige Projekte verschoben oder sogar abgesagt wurden.
Ørsted sagte im letzten Jahr zwei Windparkprojekte in den Vereinigten Staaten aus Kostengründen ab und nahm Abschreibungen in Milliardenhöhe vor. Die Führungskräfte des Konzerns wollen den Investoren am 7. Februar mitteilen, wie sie das Unternehmen nach den Rückschlägen neu ausrichten werden.
Über mögliche finanzielle Sanktionen wegen des Rückzugs aus dem Vertrag in Maryland machte Ørsted keine Angaben. Das Management nannte auch keine Kosten im Zusammenhang mit Verträgen mit Zulieferern.
Die Ørsted-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,6 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 52,10 Euro (Stand: 26.1.2024, 11:51 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 3,5 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich notiert sie 35,8 Prozent im Minus.
Das Tagesgeschäft läuft solide
Ørsted ist nach Ansicht von ECOreporter trotz der aktuellen Schwierigkeiten gut aufgestellt. Das operative Geschäft läuft solide, zuletzt traf der Konzern Investitionsentscheidungen für mehrere Großprojekte. Neben der Weltmarktführerschaft bei Offshore-Windparks weitet Ørsted auch seine Aktivitäten in anderen Bereichen wie Solarenergie, Stromspeichern, CO2-Lagerung (Carbon Capture & Storage, CCS) und grünem Methanol stetig weiter aus.
Nach den hohen Kursverlusten bieten sich bei der Aktie Kaufchancen. Wer jetzt einsteigt, sollte allerdings einen langen Investitionshorizont mitbringen und unruhige Kursverläufe aushalten können. ECOreporter hatte Anfang November darauf hingewiesen, dass sich ein Investment auszahlen kann – seitdem ist der Kurs um 41 Prozent gestiegen.
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Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH