PNE hat seinen Anlagenbestand ausgeweitet, bleibt aber in der Verlustzone. / Foto: PNE

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

PNE leidet unter Projektverzögerungen – Jahresziele bestätigt

Das Cuxhavener Energieunternehmen PNE litt im ersten Halbjahr 2024 unter Projektverzögerungen und weiteren Problemen, das Ergebnis gab deutlich nach. Trotzdem sieht sich das Unternehmen für seine Jahresziele auf Kurs.

In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete PNE einen Umsatz von 60,6 Millionen Euro, ein Plus von 6,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Projektleistungen, steigerte der Konzern um rund 50 Prozent auf knapp 175 Millionen Euro.

US-Geschäft verkauft, Projektpipeline wächst

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) halbierte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr auf 8,7 Millionen Euro. Und der Nettoverlust verdoppelte sich fast auf 15,7 Millionen Euro. Das Unternehmen litt nach eigenen Angaben unter Projektverzögerungen durch Schwierigkeiten in den Lieferketten und durch schlechtes Wetter, zudem belasteten das geringere Windaufkommen und die gesunkenen Strompreise das Ergebnis.

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Den Verkauf seines US-Geschäfts konnte PNE im ersten Halbjahr abschließen. Das Gesamtpaket umfasst laut Unternehmen eine große Projektpipeline an Wind-, Solar- und Speicher-Projekten in verschiedenen Phasen sowie drei Projekte, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden können. Neben einer ersten Zahlung im einstelligen Millionenbereich erwartet PNE abhängig von der Umsetzung der Projekte weitere Erfolgszahlungen. In den nächsten fünf Jahren könnten die in den USA getätigten Investitionen so wieder in den Konzern zurückfließen, wie PNE mitteilte.

Insgesamt erhöhte sich die Nennleistung der Pipeline für Wind- und Photovoltaikprojekte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16.590 Megawatt (MW) auf 17.937 MW. Diese Steigerung sei bemerkenswert, da durch den Verkauf des US-Geschäfts 2.118 MW die Projektpipeline verlassen hätten, so PNE. Das Windparkportfolio im Eigenbetrieb der PNE lag Ende des ersten Quartals bei rund 412 MW, nach 346 MW im Vorjahreszeitraum.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet PNE ein EBITDA in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro. "Auch wenn die Ergebnisse im ersten Halbjahr noch nicht da sind, wo wir sie gerne sehen würden, sind wir zuversichtlich, im zweiten Halbjahr aufzuholen und unser geplantes Ergebnis für das Gesamtjahr zu erreichen", sagte Interimschef Per Pedersen laut Mitteilung.

Pedersen führt PNE momentan, nachdem der bisherige Vorstandsvorsitzende Markus Lesser sein Amt Ende Juli niedergelegt hatte. Die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden läuft.

Die PNE-Aktie notiert im Handel an der Börse Düsseldorf aktuell 0,3 Prozent im Plus zum Vortag bei 14,26 Euro (Stand: 14.8.2024, 9:32 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,3 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 12,4 Prozent an Wert gewonnen.

PNE baut sowohl die Projektpipeline als auch die Zahl der Anlagen im Eigenbestand beständig aus. Die Aktie hat sich ebenfalls gut entwickelt, auf fünf Jahre betrachtet hat sich ihr Wert fast verfünffacht.

Trotzdem sieht ECOreporter deutliche Risiken bei der PNE-Aktie, vor allem, da das Unternehmen weiterhin in der Verlustzone feststeckt. Auch im Gesamtjahr werden wie schon 2023 rote Zahlen erwartet – 2025 halten Analysten dann einen Gewinn für möglich. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten den weiteren Geschäftsverlauf bei PNE abwarten.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

PNE AG Aktie:  ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

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