Maersk fährt vorerst nicht mehr nach Haifa. / Foto: Pixabay

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Seefracht: Maersk steuert Hafen in Israel nicht mehr an

Der dänische Frachtkonzern Moller-Maersk steuert aufgrund des Krieges zwischen Israel und dem Iran den israelischen Hafen Haifa derzeit nicht mehr an. Als Grund nannte das Unternehmen Sicherheitsbedenken. Ein anderer Hafen wird weiter bedient.

Die Entscheidung sei "nach sorgfältiger Analyse der Bedrohungsberichte zum anhaltenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran" getroffen worden, erklärte Maersk in einer Pressemitteilung. Haifa wird von den Schiffen des Konzerns nun vorerst nicht mehr angelaufen, auch Fracht für Haifa nimmt Maersk bis auf Weiteres nicht mehr an.

Hafen von Aschdod wird weiter angefahren

"Die Sicherheit unserer Seeleute und unserer Betriebsabläufe hat für uns oberste Priorität. Angesichts der zunehmenden regionalen Instabilität haben wir diese proaktive Maßnahme ergriffen, um unsere Mitarbeiter, Vermögenswerte und die Fracht unserer Kunden zu schützen", so der Konzern. Bei Raketenangriffen auf Haifa durch den Iran waren am Wochenende mehrere Menschen verletzt worden.

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Maersk steht nach eigenen Angaben mit Kunden in Kontakt und arbeitet daran, "alternative Transportlösungen anzubieten, um Störungen so gering wie möglich zu halten". Bei einer Änderung der Sicherheitslage werde man die Entscheidung neu prüfen.

Haifa liegt im Norden Israels. Der Hafen von Aschdod im Süden des Landes wird laut Maersk weiterhin bedient. Auch Inlandstransporte in Israel bietet der Konzern weiterhin an.

Am Wochenende hatte Maersk erklärt, dass seine Schiffe vorerst weiter durch die Straße von Hormus fahren werden. Die Stellungnahme folgte nach US-Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Der Iran droht damit, den wichtigen Seeweg zu schließen.

Die Maersk-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,5 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 1.571,00 Euro (Stand: 23.6.2025, 9:56 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 5,7 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht stieg der Kurs um 2,8 Prozent.

Für Maersk gib es aktuell viele Unsicherheiten: Die unberechenbare US-Handelspolitik ist schon länger ein Risiko, nun setzen der Krieg im Nahen Osten und der Kriegseintritt der USA die Weltwirtschaft zusätzlich unter Druck. Eine Sperrung der Straße von Hormus könnte nach Ansicht von Experten zu einer globalen Rezession führen – durch die nur 55 Kilometer breite Meeresstraße transportieren Tankschiffe eine große Menge des weltweit nachgefragten Rohöls.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Maersk-Aktie für 2025 ist mit 20 vor diesem Hintergrund hoch. ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern aktuell, die weitere politische Entwicklung abzuwarten.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:  ISIN DK0010244425 / WKN 861929

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