SFC Energy-Brennstoffzelle vom Typ EFOY. / Foto: Unternehmen

12.03.19 Nachhaltige Aktien

SFC Energy: Sauberer Strom für Camper, Windkraftanlagen und die Bundeswehr

Die SFC Energy AG stellt Brennstoffzellen her. Derzeit noch ein kleiner Markt, der aber stetig wächst. Sollten Anleger auf den Nischenspezialisten setzen? Wie aussichtsreich ist das Unternehmen?

Als Konkurrenz zum Batterieantrieb für Autos hat sich die Brennstoffzelle noch nicht durchgesetzt. Der Wirkungsgrad ist derzeit noch zu gering, und die Ladeinfrastruktur fehlt. Anders ist es bei der Nutzung der Brennstoffzelle für die Stromversorgung von Messstationen, Video-Überwachungsanlagen oder Pumpen, die sich fernab vom Stromnetz befinden - oder im Militär. 

Auf diese Anwendungen hat sich die SFC Energy AG spezialisiert. Das Unternehmen mit Sitz in Brunnthal bei München stellt netzferne Stromversorgungssysteme her. Als erstes Unternehmen aus der Brennstoffzellenbranche wirtschaftet SFC Energy seit diesem Jahr operativ profitabel. Das bayerische Unternehmen hat derzeit mehr als 250 Mitarbeiter und ist an vier Standorten weltweit aktiv. Die Umsätze steigerte es in den letzten Jahren kontinuierlich.

Methanol- und Wasserstoff-Brennstoffzellen

SFC Energy ist vor allem auf Brennstoffzellen fokussiert, die Strom aus Methanol erzeugen - sogenannte Direktmethanol-Brennstoffzellen. Sie eignen sich für die Versorgung von Geräten mit einem Strombedarf unter 1 Kilowatt (kW). Ihr Vorteil: Methanol hat eine höhere Energiedichte als Wasserstoff. Deshalb werden im Vergleich zur Wasserstoffbrennstoffzelle geringere Mengen des flüssigen Gases für die Stromerzeugung benötigt.

Diese Brennstoffzellen schätzen aufgrund ihres geringeren Gewichts nicht nur Camper und Bootsfahrer, sondern auch die Bundeswehr und andere Streitkräfte. Soldaten müssen im Einsatz mit Brennstoffzellen von SFC Energy weniger Gewicht transportieren und profitieren zudem von der leisen und temperaturunabhängigen Stromversorgung.

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Messstation mit Brennstoffzelle von SFC Energy. / Foto: Unternehmen

Für höhere Kapazitäten bis zu 100 kW setzt das bayerische Unternehmen auf Wasserstoffbrennzellen. Die entsprechende Umsetzung entwickelt  SFC Energy gerade in einer Partnerschaft mit dem baden-württembergischen Unternehmen AdKor. In zwei Jahren sollen erste Stromversorgungsanlagen auf den Markt kommen.

Geplant sei, Wasserstoff-Brennstoffzellen für Notstromaggregate und Stromersatzgeneratoren anzubieten - etwa für den Einsatz in der Telekommunikation oder bei der Polizei, der Feuerwehr und anderen Behörden. Längerfristig will das Unternehmen auch Brennstoffzellen als Ergänzung für den Batterieantrieb in E-Autos entwickeln und als Stromspeicher.

Für Peter Podesser, Vorstandschef von SFC Energy, ist das Potenzial der Wasserstoff-Brennstoffzelle enorm. "Saubere Technologien zur Emissionsreduktion und Energieeffizienz spielen eine immer bedeutendere Rolle. Wir stehen an einem Wendepunkt – es geht um das breite Ausrollen zukunftsweisender Technologien", sagt Podesser. Neben Brennstoffzellen hat SFC Energy Elektrokomponenten wie Spannungswandler und Schaltnetzteile für industrielle Anwendungen im Programm. 

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