Brennstoffzelle Emily 3000 von SFC Energy, die im Militär zum Einsatz kommt. / Foto: Unternehmen

25.03.19 Nachhaltige Aktien

SFC Energy: Umsatz soll bis 2022 um über 60 Prozent steigen

Die SFC Energy AG hat die geprüften Geschäftszahlen für 2018 veröffentlicht. Umsatz und Vorsteuergewinn sind demnach zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das Management rechnet in den kommenden Jahren mit weiterem Wachstum.

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Wie der Produzent von netzfernen Stromversorgungsanlagen mitteilt, ist nach den geprüften Zahlen der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 13,7 Prozent zum  Vorjahr auf 61,70 Millionen Euro gestiegen (2017: 54,29 Millionen Euro).

Das in Brunnthal bei München ansässige Unternehmen erzielte im letzten Jahr einen operativen Gewinn (EBIT) von 1,33 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 0,89 Millionen Euro angefallen.

Geschäft mit dem Militär wuchs 2018 rasant

Besonders stark ist im vergangenen Jahr das Geschäft mit Stromversorgungslösungen für das Militär gewachsen. 2018 setzte SFC Energy in diesem Segment 10,01 Millionen Euro um, ein Zuwachs von über 100 Prozent zum Vorjahr (2017: 4,83 Millionen Euro). Der Umsatz mit Stromversorgungslösungen für die Öl- und Gas-Industrie, dem größten Geschäftsbereich des Unternehmens, legte um 6,42 Prozent zu, der Verkauf von Elektrokomponenten für die Industrie kletterte um 7,23 Prozent.

Leicht rückläufig war das Geschäft mit Stromversorgungslösungen für den zivilen Bereich. Hier beliefen sich die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr auf 9,35 Millionen Euro nach 9,80 Millionen Euro im Vorjahr.

Weiteres Wachstum anvisiert

Der Ausblick ist positiv. Das SFC Energy-Management erwartet einen weiteren Umsatzanstieg im laufenden Jahr. 2019 will der Brennstoffzellen-Spezialist einen Umsatz in einer Spanne von 67 bis 74 Millionen Euro erzielen. Der operative Gewinn soll auf 3,5 bis 6 Millionen Euro anwachsen.

Auch die mittelfristigen Aussichten sind gut. "Wir erleben gerade eine wahre Renaissance der Brennstoffzelle. Sie wird getragen von entscheidenden Veränderungen des gesellschaftlichen und politischen Umfeldes", sagt Peter Podesser, Vorstandschef von SFC Energy. Wesentliche Trends wie die Reduktion von CO2-Emissionen, die Dezentralisierung der Energieversorgung und die zunehmende Digitalisierung würden die Nachfrage nach Brennstoffzellen weiter ankurbeln.

Bis 2022 über 100 Millionen Euro Umsatz

Rückenwind bekommt SFC Energy nach Auskunft von Vorstandschef Podesser auch von den steigenden Ausgaben für das Militär. Das Unternehmen habe sich früh als ein wichtiger Ausstatter für das Militär etabliert. "Als ein Markt- und Technologieführer sehen wir uns sehr gut positioniert, um mittel- und langfristig überproportional von der Akzeptanz der Brennstoffzelle zu profitieren", erklärt Podesser.

Bis 2022 strebt das Unternehmen einen Umsatz von über 100 Millionen Euro an. Das entspricht einer Steigerung zum jetzigen Umsatz-Niveau um über 60 Prozent. Die Vorsteuergewinn-Marge (EBITDA-Marge) soll 2022 bei über 10 Prozent liegen.

Nach Bekanntgabe der Zahlen stieg die SFC Energy-Aktie im heutigen Handel an der Börse Stuttgart um 2,27 Prozent. Sie steht nun bei 9,92 Euro (25.3., 9:45 Uhr).

ECOreporter hat die SFC Energy-Aktie hier vorgestellt.

SFC Energy AG:  ISIN DE0007568578 / WKN 756857

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