Offshore-Turbine von Siemens Gamesa. / Foto: Unternehmen

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Siemens Gamesa entlässt Mitarbeiter in den USA

Der deutsch-spanische Windturbinenhersteller Siemens Gamesa hat bestätigt, dass er die Belegschaft in seiner Produktionsstätte für Windturbinenblätter in Iowa verringert. In dem Werk in Fort Madison sollen rund 130 Mitarbeiter entlassen werden.

"Wir nehmen diese Entscheidung nicht auf die leichte Schulter, aber wir müssen uns an die Anforderungen des Marktes anpassen und die Bedürfnisse unserer Kunden in einem sich ständig verändernden Umfeld erfüllen“, so das Unternehmen. "Wir schätzen die Professionalität und das Engagement unserer Mitarbeiter, und wir werden sie in dieser Zeit des Übergangs unterstützen."

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Siemens Gamesa erklärte gleichzeitig, man bleibe "der langfristigen Lebensfähigkeit des US-Windmarktes fest verpflichtet". Das Unternehmen verfüge weiterhin über eine "starke Präsenz" in den Bereichen Fertigung, Wartung, Forschung & Entwicklung, Vertrieb und anderen Funktionen. "Wir haben in den USA mehr als 10.500 Windturbinen installiert, die fast 22 Gigawatt sauberen Strom liefern, genug für über 6,5 Millionen Haushalte", so Siemens Gamesa.

Erst Anfang Juli hatte Siemens Gamesa ein Werk in Spanien wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit geschlossen. Der Turbinenhersteller wird künftig ein Teil von Siemens Energy sein, der Energiesparte der Siemens AG, die am 28. September an die Börse geht. Siemens Energy hat bereits ein hartes Sparprogramm angekündigt und Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen.

Die Siemens Gamesa-Aktie liegt im Tradegate-Handel aktuell bei 22,79 Euro (Stand: 17.9.2020, 8:54 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 0,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 63,6 Prozent an Wert gewonnen.

Siemens Gamesa schreibt trotz voller Auftragsbücher derzeit tiefrote Zahlen. Das liegt nicht nur an den Auswirkungen der Corona-Pandemie, sondern auch an Problemen im Geschäft mit Windkraftanlagen an Land. So hatten sich die Märkte in Indien und Mexiko stärker abgeschwächt, als zunächst gedacht. Zudem kämpft Siemens Gamesa unter anderem in Nordeuropa weiter mit Problemen bei Projekten, die höhere Kosten verursachen. Auch ist die Situation für Aktionäre vor dem Börsengang von Siemens Energy unklar. ECOreporter rät derzeit von einem Einstieg in die Siemens Gamesa-Aktie ab.

Lesen Sie auch den aktuellen ECOreporter-Windaktien-Überblick.

Siemens Gamesa Renewable Energy S.A: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8

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