Siltronic erwartet, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr weiter anziehen wird. / Foto: Siltronic

  Nachhaltige Aktien

Siltronic: Rote Zahlen und steigende KI-Nachfrage

Der Münchner Wafer-Hersteller Siltronic hat im ersten Halbjahr 2026 weniger Umsatz erzielt und erneut rote Zahlen geschrieben. Gleichzeitig entwickelt sich die Nachfrage aus dem Sektor Künstliche Intelligenz (KI) weiter stark.

Der Umsatz sank von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent auf 628,1 Millionen Euro. Dabei wirkte sich allerdings auch negativ aus, dass der Konzern die Produktion von Wafern mit kleinem Durchmesser eingestellt hat. Bereinigt um diesen Effekt und um Währungseffekte hätte der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau gelegen.

Hoher Verlust und optimistischere Prognose

Siltronic stellt Wafer her, Siliziumscheiben, aus denen Kunden dann Computer- und Elektronikchips herstellen. Besonders die Nachfrage nach 300-Millimeter-Wafern blieb hoch und profitierte vom Ausbau der Produktionskapazitäten in Singapur. Diese Wafer werden etwa für KI-Chips, Hochleistungsspeicher und Prozessoren für Rechenzentren gebraucht.

Dagegen entwickelte sich das Geschäft mit 200-Millimeter-Wafern weiterhin schwach. Diese kommen vor allem bei Chips in der Industrie, etwa für Automobiltechnik und Sensoren, zum Einsatz. Siltronic erwartet hier allerdings im zweiten Halbjahr eine Belebung der Nachfrage, auch wenn das Preisniveau nach Einschätzung des Konzerns niedrig bleiben dürfte

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Mehr zur Halbleiterbranche lesen Sie  im zweiteiligen ECOreporter-Dossier zu nachhaltigen Chip-Aktien.

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