Siemens Gamesa-Windräder auf hoher See. / Foto: Unternehmen

30.08.19 Meldungen

Studie: Zubau der Windkraft auf hoher See gewinnt an Fahrt - Europa führend

Es drehen sich immer mehr Windräder auf hoher See. Seit 2010 hat sich die weltweite Offshore-Windkraft mehr als versiebenfacht. Insbesondere in Europa gewinnt der Ausbau der Windkraft auf See immer mehr an Fahrt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens wind:research.

Windräder auf hoher See produzieren immer mehr Strom. Im Jahr 2010 waren Offshore-Windräder mit einer Gesamtkapazität von gerade einmal 3 Gigawatt (GW) in Betrieb.  2018 ist die Kapazität schon auf 23,3 GW angestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens wind:research.

Für 2019 rechnet das Marktforschungsinstitut mit einem weiteren Anstieg der weltweiten Offshore-Windkraftkapazität. Im Vorjahresvergleich soll die Anzahl der neu installierten Windräder auf hoher See um 27 Prozent ansteigen. Bis 2030 erwartet wind:research eine Steigerung der weltweiten Gesamtkapazität um mindestens 46 GW.

Führend beim derzeitigen Offshore-Windkraftausbau ist nach der Studie Europa mit einer Zielkapazität von 36 GW bis 2030. 6 GW sind in Nordamerika geplant sowie mindestens 4 GW in Asien.

Großbritannien hat die ehrgeizigsten Ausbauziele. Das Vereinigte Königreich strebt eine Offshore-Windkapazität von über 30 GW bis zum Jahr 2030 an und will seine aktuelle Kapazität bis dahin fast verdreifachen. Andere Länder bleiben zurück. Deutschland hat ein Ausbauziel für Offshore-Windkraft von 15 GW. Die Niederlande planen, 11,5 GW zuzubauen, und Frankreich bis zu 10,4 GW.

Vom Ausbau der Windkraft auf hoher See können Anleger profitieren, wenn sie auf Windradbauer wie Siemens Gamesa oder Vestas setzen, die Marktführer in der Offshore-Windkraft. Zuletzt sind die Aktien der beiden Unternehmen unter die Räder gekommen – vor allem wegen sinkender Margen. Aber auch Windkraftprojektierer und Windstromerzeuger werden aus dem weltweiten Windkraftausbau Kapital schlagen. Lesen dazu auch unseren aktuellen Windkraftaktien-Überblick.

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