SunPower hat Anlegerinnen und Anleger im zweiten Quartal enttäuscht. / Foto: Unternehmen

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SunPower steigert Umsatz und Gewinn – Prognose enttäuscht

Der US-Solarkonzern SunPower konnte im zweiten Quartal 2021 Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr steigern, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Die Prognose senkt das Unternehmen sogar leicht.

Der Umsatz von SunPower belief sich im Berichtsquartal auf 308,9 Millionen US-Dollar und verbesserte sich um 42 Prozent gegenüber den 217,7 Millionen Dollar des Vorjahresquartals. Allerdings verfehlte das Unternehmen damit die Analystenerwartungen von 329 Millionen Dollar. Unter dem Strich verdiente SunPower 10 Millionen Dollar beziehungsweise 0,06 Dollar je Aktie gegenüber einem Verlust von 17 Millionen Dollar beziehungsweise 0,10 Dollar je Aktie im Vorjahr.

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Der Umsatzanstieg zum Vorjahr ist laut Unternehmen auf den höheren Absatz von Solarsystemen und -komponenten sowie auf das Leasinggeschäft für Privatkunden zurückzuführen. Außerdem seien die Einnahmen aus Solardienstleistungen höher ausgefallen.

Allerdings stiegen gleichzeitig die Betriebskosten im Quartal um 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 60,3 Millionen Dollar. Vor allem höhere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten trugen zu diesem Anstieg bei.

Aktie deutlich zu teuer

Für 2021 erwartet SunPower nur noch einen bereinigten Umsatz von 1,41 bis 1,49 Milliarden US-Dollar, die bisherige Prognose lag bei mehr als 1,5 Milliarden Dollar. Das Management begründete die Änderung damit, dass einige seiner Projekte ins Jahr 2022 verschoben wurden.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll zwischen 110 und 130 Millionen Dollar liegen. Netto erwartet SunPower, 40 bis 60 Millionen Dollar zu verdienen.

Am Markt enttäuschten die Zahlen am vergangenen Mittwoch – die Aktie verlor 9 Prozent. Aktuell ist die Aktie im Tradegate-Handel 0,6 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 19,70 Euro (Stand: 9.8.2021, 9:43 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 20,8 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 111 Prozent an Wert gewonnen.

Anders als noch im ersten Quartal ist der Konzern laut der Rechercheseite HSIS nicht mehr im Visier von Shortsellern, die auf sinkende Kurse wetten. Aus Sicht von ECOreporter ist die SunPower-Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 70 für 2021 aber weiter deutlich überbewertet. Weiter sinkende Kurse wären vor diesem Hintergrund keine Überraschung und als eine gesunde Korrektur zu verstehen. ECOreporter rät aktuell von einem Einstieg in die Aktie ab.

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SunPower Corp.:   ISIN US8676524064 / WKN A1JNM7

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