Müllsortiermaschine von Tomra: Das norwegische Unternehmen ist einer der führenden Produzenten von Abfallsortiermaschen. / Foto: Unternehmen

22.01.19 Nachhaltige Aktien

Tomra Systems: Nachhaltiger Flaschensammler mit Wachstumspotenzial

Immer mehr Länder wollen Müll vermeiden und Abfall recyceln. Tomra Systems stellt Pfandrücknahmeautomaten und Recyclingmaschinen her und profitiert von diesem Trend. Die Aktie hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Lohnt sich der Einstieg noch? ECOreporter hat das Unternehmen analysiert.

Tomra Systems aus Norwegen ist der weltweit führende Hersteller von Pfandrücknahmeautomaten und sorgt dafür, dass benutzte Getränkeflaschen im Wiederverwertungskreislauf landen. Allein in Deutschland verrichten 30.000 Pfandautomaten von Tomra ihren Dienst. Zudem stellt Tomra Sortiermaschinen her, die in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie, im Recycling und im Bergbau im Einsatz sind.

Tomra Systems, 1972 gegründet, ist seit 1985 an der Börse gelistet. Der Fünf-Jahres-Chart zeigt nach oben. Nicht ohne Grund: Die Norweger haben die Umsätze und Gewinne über die letzten fünf Jahre pro Jahr im zweistelligen Prozentbereich gesteigert.

Insgesamt sammeln weltweit mehr als 82.000 Automaten des norwegischen Unternehmens Pfandflaschen ein. Pro Jahr werden 35 Milliarden Getränkebehälter gesammelt und wiederverwertet - Tendenz steigend.

Tomra: Meister im Sammeln und Sortieren

Die beiden Geschäftsfelder, in denen Tomra aktiv ist, tragen fast zu gleichen Teilen zum Konzernumsatz bei. Tomra Collecting Solutions ist die Abteilung des Unternehmens, die Pfandrücknahmeautomaten herstellt und Dienstleistungen rund um die Materialrückgewinnung aus gesammeltem Leergut anbietet. Laut Geschäftsbericht hat diese Sparte des Unternehmens 2017 52 Prozent vom Tomra-Gesamtumsatz erwirtschaftet. Zum operativen Gewinn vor außerordentlichen Kosten und Aufwendungen (EBITA) trug die Sammelsparte 2017 62 Prozent bei.

Das zweite Geschäftsfeld von Tomra, Tomra Sorting Solutions, ist auf Sortiermaschinen spezialisiert. Diese Sparte wurde über die Jahre kontinuierlich ausgebaut. 2004 machte das Geschäft mit den Sortiermaschinen 5 Prozent vom Gesamtumsatz aus. Mittlerweile erzielt Tomra  48 Prozent der Einnahmen mit Maschinen, die für das Sortieren von Früchten, Metallen oder Abfällen dienen. Zum EBITA trug die Sortiermaschinen-Sparte 2017 laut Geschäftsbericht 38 Prozent bei.

Auch Wartung und Service der Maschinen machen einen wichtigen Teil vom Umsatz aus. Denn die Wartung läuft kontinuierlich – die Verkäufe können dagegen auch schwanken. Besonders lukrativ ist die Wartung der Pfandrücknahmeautomaten: Sie macht fast 65 Prozent des Umsatzes im Sammelsegment aus.

Hingegen hängen nur 20 Prozent des Umsatzes im Sortiermaschinen-Segment von Serviceleistungen ab. Der Grund für die ungleiche Verteilung: Supermärkte, die Pfandautomaten aufstellen, verfügen meistens nicht über das technische Know-how, um die Wartung alleine durchzuführen. Hingegen erledigen viele Unternehmen, die die Sortiermaschinen einsetzen, die Wartung zum großen Teil selbst.

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

16.01.19
Jahresrückblick ECOreporter-Favoriten-Aktien "Mittelklasse“: Diese Aktien sollten Sie kaufen oder halten – und diese nicht
 >
28.12.18
Tomra Systems stellt neue Altglas-Sortiermaschine vor
 >
23.10.18
Tomra Systems: Starke Zahlen, Aktie steigt
 >
24.09.18
Tomra Systems: Noch mehr Recycling?
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x