Die Emittentin plant mittelbar über ihre Tochtergesellschaft in Projektgesellschaften zu investieren, die Wind- und Solarenergieanlagen betreiben. / Foto: Unternehmen

22.05.18 ECOanlagecheck , Aktien, Darlehen und anderes , Windenergie-Investments , Solarenergie-Investments

Unabhängige Analyse: Die Beteiligung CAV Sonne und Wind III Deutschland im ECOanlagecheck

Die CAV Sonne und Wind III GmbH & Co. KG plant, mittelbar in Windenergie- und Solarenergieanlagen in Deutschland zu investieren. Lesen Sie dazu unseren unabhängigen ECOanlagecheck. 

Der geplante Schwerpunkt der Investitionen sind bestehende Windkraftanlagen. Anleger können sich ab 200.000 Euro beteiligen. Wir haben das Angebot analysiert:  Sie können den gestalteten ECOanlagecheck hier als PDF herunterladen.  

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Der Geschäftsführung der Emittentin liegen bereits konkrete Kaufangebote in einem Volumen von über zwei Millionen Euro vor, die sie jeweils mit positivem Ergebnis geprüft hat. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Zweitmarktanteile an bestehenden Windpark-Gesellschaften. Investitionen sollen parallel zum Platzierungsfortschritt erfolgen. Hierbei kann die Emittentin von den Projektprüfungen und Verhandlungen profitieren, welche die Initiatorin CAV Partners AG im Rahmen der beiden Vorgängerprodukte (anderer Emittentinnen) erfolgreich abgeschlossenen hat. Dadurch steht der Emittentin bereits kurzfristig ein umfangreiches Projektankaufs-Portfolio zur Verfügung, aus dem sie die aussichtsreichsten Projekte auswählen kann. Als Erstes hat die Emittentin mittelbar einen Anteil an einem Windpark im Saarland erworben, der seit 2017 in Betrieb ist.

Bei dem vorliegenden Angebot handelt es sich um ein Private Placement (Privatplatzierung), das maximal 20 Anleger zeichnen können. Ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligter Verkaufsprospekts ist daher nicht erforderlich. Für das Angebot hat die Emittentin ein 66-seitiges Memorandum (im Folgenden: Prospekt) erstellt. Die Emittentin plant, mittelbar über ihre Tochtergesellschaft CAV S+W Betriebs GmbH & Co. KG (Zielgesellschaft der Emittentin) in Projektgesellschaften zu investieren.

 

Initiatorin und Leistungsbilanz

Die gemeinsamen Initiatoren des Angebotes sind - wie bereits bei dem 2017 platzierten Beteiligungsangebot „CAV Sonne und Wind I“ -  erneut die Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment mbH und die CAV Partners AG. Anbieterin und Emittentin ist die im Januar 2018 gegründete CAV Sonne und Wind III GmbH & Co. KG aus Zeitlarn bei Regensburg. Komplementärin und Geschäftsführerin der Emittentin ist die CAV Verwaltungs GmbH. Ihre alleinige Gesellschafterin ist die CAV Partners AG mit Sitz in Regensburg. Beide Unternehmen sind 2017 gegründet worden, so dass eine umfassende Leistungsbilanz noch nicht vorliegt. Die vorläufigen Ankaufsergebnisse bei den beiden ersten Produkten, CAV Sonne und Wind I und II, deuten darauf hin, dass die CAV Partners AG über einen guten Marktzugang verfügt.

Die Geschäftsführer bzw. Vorstände der drei CAV-Unternehmen sind jeweils Thomas Hartauer und Andreas Roth. Sie halten zudem jeweils 50 Prozent der Gesellschaftsanteile der CAV Partners AG. Thomas Hartauer ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Bankbetriebswirt ist seit 20 Jahren im Bereich Kapitalmarkt tätig. Von 2008 bis Dezember 2016 war er Vorstand und Geschäftsführer der Lacuna-Unternehmensgruppe und hat den Bereich Erneuerbare Energien aufgebaut. In dieser Zeit wurden laut Prospekt für circa 300 Millionen Euro Investitionsvolumen Projekte im Bereich Wind und Solar entwickelt, gebaut und betrieben sowie bei privaten und institutionellen Kapitalanlegern platziert.

Andreas Roth ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Der ausgebildete Finanzwirt ist laut Prospekt seit 23 Jahren als Berater im Kapitalmarktbereich Erneuerbare Energien tätig. Andreas Roth legte in der Vergangenheit mehrere Produkte (Privatplatzierungen, Genussrechte) im Bereich der Erneuerbaren Energie und des Zweitmarktes auf. Zudem ist er Gründer und Vorstand einer Energiegenossenschaft sowie Beiratsmitglied bei zahlreichen Wind- und Solarparkgesellschaften. Er verfügt den Angaben nach über umfassende Erfahrungen bei der Bewertung von Wind- und Solarparkanteilen.

Gründungs- und Treuhandkommanditistin der Emittentin ist die Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment GmbH aus Bremen. Ihr Gesellschafter und Geschäftsführer Michael Horling ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat nach Abschluss seines deutsch-französischen Wirtschaftsstudiums unter anderem sechs Jahre bei einem grünen Wertpapierhandelshaus gearbeitet, bevor er 2012 Grüne Sachwerte gründete, die ausschließlich ökologische Geldanlagen mit Sachwertbezug vermittelt.

 

Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Gesamtfinanzierungsvolumen: 4,12 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 4,0 Millionen Euro (97 Prozent)
Platzierungsgarantie: Nein

Agio: 0,12 Millionen Euro (3 Prozent)

Die Komplementärin kann das Eigenkapitalvolumen um weitere 3,0 Millionen Euro auf insgesamt 7,0 Millionen Euro erhöhen. Nach Abschluss der Eigenkapital-Platzierungsphase kann die Emittentin Fremdkapital aufnehmen. Darüber entscheidet die Gesellschafterversammlung. In der Regel bestehen Fremdfinanzierungen auf Ebene der Wind- und Solarprojektgesellschaften.

 

Nebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 3,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 2,5 Prozent
Konzeption, Prospekterstellung und Marketing: 1,0 Prozent

Gesamtweichkosten: 6,5 Prozent

Das Agio beträgt laut Prospekt bis zu 3 Prozent. Die Komplementärin erhält für Prüfung, Aufbau und Verwaltung des Projektportfolios eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent des Kaufpreises zzgl. eventuell anfallender Umsatzsteuer. Zudem kalkuliert die Emittentin mit weiteren Anschaffungsnebenkosten von durchschnittlich 5 Prozent, insbesondere für an Makler zu zahlende Projekt-Vermittlungsprovisionen. Diese werden laut Prospekt voraussichtlich nicht bei allen Transaktionen anfallen, so dass diese Kosten insgesamt voraussichtlich unter dem einkalkulierten Wert liegen werden.

 

Laufende Kosten

Geschäftsführung (pro Jahr): 0,9 Prozent des Kommanditkapitals (36.000 Euro bei Vollplatzierung)

Treuhänderin (pro Jahr): 0,3 Prozent des Kommanditkapitals (12.000 Euro bei Vollplatzierung)

Die laufenden Kosten auf Ebene der Emittentin und ihrer Tochtergesellschaft sind vergleichsweise gering. Bei den Projektgesellschaften entstehen in der Regel laufende Kosten unter anderem für Wartung und Instandhaltung, kaufmännische und technische Betriebsführung und Pacht und Versicherungen.

 

Laufzeit und Ausschüttungen

Laufzeit: bis 30. Juni 2030

Gesamtauszahlung (Prospektprognose): 164,6 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Schlussauszahlung 2030 (Prospektprognose): 103 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR):  5,3 Prozent

Einkunftsart: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Die Gesellschafterversammlung kann die Laufzeit mit Dreiviertelmehrheit aller Stimmen über Mitte 2030 hinaus verlängern. Eine Auflösung der Emittentin vor Mitte 2030 erfordert einen Gesellschafterbeschluss mit einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen sowie die Zustimmung der Komplementärin.

Anleger, die bis Ende 2018 der Emittentin beitreten und ihre Kommanditeinlage einzahlen, erhalten einen gewinnunabhängigen Frühzeichnerbonus. Dieser beträgt 0,5 Prozent der Kommanditeinlage für jeden begonnenen Monat, der zwischen dem Beitritt und Ende 2018 liegt. Beispiel: Bei einer Zeichnung und Einzahlung im Juni beträgt der Frühzeichnerbonus 3,5 Prozent.

Der im Prospekt dargestellte geplante Auszahlungsverlauf sieht für den Zeitraum 2020 bis 2029 jährliche Auszahlungen von 5,6 Prozent des Kommanditkapitals an die Anleger vor. Die Treuhänderin und die Komplementärin erhalten dann eine Erfolgsvergütung für ein abgelaufenes Jahr, wenn die Auszahlung an die Anleger in dem Jahr über 4,0 Prozent liegt. Die Erfolgsvergütung beträgt für die Komplementärin 15 Prozent und für die Treuhänderin 5 Prozent des Betrags, der die 4 Prozent Auszahlung an die Anleger übersteigt. Bei der geplanten Auszahlung (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung) im letzten Geschäftsjahr besteht laut Memorandum-Nachtrag der Anspruch auf die Erfolgsvergütung, wenn die Auszahlung an die Anleger über 104 Prozent liegt.

 

Investitionen

Die Emittentin plant mittelbar über ihre Tochtergesellschaft in Projektgesellschaften zu investieren, die Wind- und Solarenergieanlagen betreiben. Die Investitionskriterien sehen laut Prospekt vor, dass es sich dabei ausschließlich um Gesellschaften nach deutschem Recht handelt. Alle Wind- und Solarprojekte müssen sich in Deutschland befinden. Eine weitere Voraussetzung für Investitionen ist, dass die Vergütungen der Anlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geregelt sind. Die Wind- und Solaranlagen sollen überwiegend eine langjährige Ertragshistorie aufweisen. In Einzelfällen kann die Emittentin mittelbar in Energieanlagen investiert, die noch in der Bauphase sind, aber über alle notwendigen Genehmigungen verfügen.

Die Tochtergesellschaft der Emittentin hat Mitte Mai bereits einen Kaufvertrag abgeschlossen. Sie hat für 150.000 Euro einen Anteil an der Projektgesellschaft des Windparks Marpingen im Saarland erworben. Der Windpark besteht aus drei Windkraftanlagen des Typs Vestas V112 mit einer Nennleistung von jeweils 3,3 Megawatt (MW) und ist seit 2017 am Netz.

Im derzeitigen Projektankaufsplan (Stand: 3. Mai 2018) der Emittentin bilden Zweitmarktanteile an Windpark-Projektgesellschaften den Schwerpunkt. Dabei handelt es sich um acht Gesellschaften mit einem voraussichtlichen Anteils-Kaufpreis von durchschnittlich 220.000 Euro. In dieser Größenordnung ist die Konkurrenz durch private Ankäufer geringer. Zudem profitiert die Emittentin auch davon, dass ihrer Geschäftsführung bzw. der CAV Partner noch höhervolumige Kaufabschlüsse möglich sind, da CAV für mehrere Emittentinnen die Projekte auswählt.

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Windenergie- und Solaranlagen erzeugen Strom nachhaltig. / Foto: Unternehmen

Die Anteile an einer bestimmten Projektgesellschaft können daher auf mehr als eine Emittentin verteilt werden, so dass die Emittentin CAV Sonne und Wind III GmbH & Co. KG ein breiter gestreutes Projektportfolio erhalten kann. Nicht nur gemessen an der Projektanzahl, sondern auch hinsichtlich der Regionen der Windparkstandorte ist eine Diversifikation vorgesehen. Als Erstes hat die Emittentin in einen Windpark im Saarland investiert. Die weiteren Projekte des geplanten Ankaufsportfolios sind hauptsächlich in Nord- und Ostdeutschland. Derzeit befindet sich ein Solarpark-Zweitmarktanteil mit einem Ankaufsvolumen von 250.000 Euro im Ankaufsplan der Emittentin. Insgesamt ist im Zweitmarkt ein geringeres Angebot an Solarparkbeteiligungen verfügbar. Zum einen gibt es deutlich weniger laufende Solarpark-Beteiligungen als Windpark-Beteiligungen, zum anderen sind die Solarparks im Durchschnitt jünger.

Bei Zweitmarktanteilen handelt es sich in der Regel um Anteile an Gesellschaften, die Anlagen bereits seit mehreren Jahren betreiben. Viele der Windpark-Gesellschaften, die laut CAV als Investitionsobjekte in Frage kommen, haben bereits eine Laufzeit von deutlich über zehn Jahren hinter sich. Hier kann die Option bestehen,  die alten Windenergieanlagen durch neue Anlagen zu ersetzen (Repowering). In diesen Fällen kann auch der Erwerb von Zweitmarktanteilen mit Investitionen in neue Anlagen verbunden sein. CAV verfügt nach eigenen Angaben über mehrere Kaufangebote für Anteile an Repowering-Windparks.

Bei genehmigten Repowering-Projekten berücksichtigt CAV nach eigenen Angaben eine verlängerte Laufzeit und damit verbundene Mehrerlöse bei der Ermittlung des Angebotspreises. Bei allen anderen Angeboten berücksichtigt sie den Angaben nach grundsätzlich nicht die möglichen Erlöse aus einem Weiterbetrieb der Windenergieanlagen nach Ende des jeweiligen EEG-Vergütungszeitraums.

Die Emittentin wird – mittelbar über die Tochtergesellschaft – in der Regel Minderheitsbeteiligungen an den Projektgesellschaften eingehen. Somit besteht das Risiko, dass in der Gesellschafterversammlung Entscheidungen gegen die Interessen der Emittentin getroffen werden, beispielsweise bei der Entscheidung für oder gegen ein Repowering. Das Eingehen von Minderheitsbeteiligungen ermöglicht es der Emittentin andererseits aber auch, das Kapital in zahlreiche Projekte zu investieren, um das Risiko breit zu streuen.

 

Ökologische Wirkung

Die Emittentin wird voraussichtlich – die Projekte stehen noch nicht abschließend fest – mittelbar überwiegend in Windenergieanlagen und im geringeren Umfang in Solaranlagen investieren. Solar- und Windenergieanlagen haben eine positive ökologische Wirkung: Die energetische Amortisationszeit von Windenergieanlagen liegt bei weniger als zehn Monaten, die von Solaranlagen bei weniger als drei Jahren. In dieser Zeit erzeugen die Anlagen die Energiemenge, die bei Herstellung, Transport und Wartung der Anlagen verbraucht wird.

Es ist in Einzelfällen möglich, dass die Emittentin in Projektgesellschaften investiert, deren Wind- und Solarparks noch nicht errichtet sind. In diesen Fällen besteht eine direkte ökologische Wirkung.  Voraussichtlich wird die Emittentin aber in der Regel in Windparks investieren, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Teilweise ist ein Repowering erfolgt bzw. es besteht die Möglichkeit eines Repowerings. Das Repowering ist in der Regel ökologisch positiv, da beim Ersetzen von alten Anlagen durch neue Windenergieanlagen der Stromertrag steigt und gleichzeitig zumeist die Anzahl der Anlagen sinkt.

 

Risiko

Die Emittentin investiert mittelbar über ihre Tochtergesellschaft voraussichtlich überwiegend in Windenergieanlagen, die bereits Strom ins Netz einspeisen. Bei diesen Anlagen bestehen daher keine Fertigstellungsrisiken. Baurisiken bestehen, falls die Emittentin in Einzelfällen in neu zu errichtende Anlagen investiert oder Bestandsanlagen, in die die Emittentin investiert ist, während der Laufzeit repowert werden. Gemäß den Investitionskriterien müssen bei den Energieanlagen, an denen sich die Emittentin beteiligt, alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Investitionen erfolgen nur in Deutschland, so dass Auslands-und Währungsrisiken nicht bestehen.

Bei der Investition in laufende Windenergieanlagen liegen in der Regel fundierte, langjährige Stromertragsdaten für eine zuverlässige und marktgerechte Bewertung der Windpark-Anteile vor. Trotzdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Geschäftsführung den Wert von Wind- und Solarparkanteilen zu hoch ansetzt und die Tochtergesellschaft der Emittentin in der Folge einen zu hohen Kaufpreis zahlt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass zum Zeitpunkt der Kaufpreisfindung nicht alle relevanten Projektinformationen vorlagen. Da das Unternehmen CAV Partners AG erst knapp  über ein Jahr alt ist, verfügt es noch nicht über eine über Jahre aufgebaute umfangreiche Datenbank.

Zudem ist es möglich, dass sich während der Laufzeit zeigt, dass die Energieanlagen – beispielsweise aufgrund eines geringen Windaufkommens – nicht die prognostizierten Stromerträge erzielen. Neben dem Stromertragsrisiko werden auf Ebene der Projektgesellschaften voraussichtlich weitere marktübliche Risiken bestehen, die mit dem Betrieb von Windenergie- und Solaranlagen verbunden sind.

 

Ein Großteil der geplanten Auszahlungen an die Anleger soll durch den Verkauf der Beteiligungen am Ende der Laufzeit (2030) erwirtschaftet werden. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufserlöse geringer ausfallen als prognostiziert. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Zinsniveau am Ende der Laufzeit deutlich über dem aktuell sehr niedrigen Zinsniveau liegen sollte.

 

Stärken               

Breite Streuung der Investitionen über zahlreiche Projekte

Anlagen bei Erwerb in der Regel bereits im Betrieb

Erfahrene Geschäftsführer

Günstige Kostenstruktur der Emittentin

Aussagekräftige Investitionskriterien


Schwächen

Investitionen stehen noch nicht abschließend fest

Teilweise Bauherrenrisiken möglich


Chancen

Verkaufserlös für die Projekte höher als prognostiziert

Höhere Wind- und Stromerträge als erwartet


Risiken

Geringere Wind- und Stromerträge als erwartet

 

Fazit:

Finanziell

Die Emittentin erwirbt mittelbar Anteile von Gesellschaften, die laut Planung hauptsächlich Windenergieanlagen betreiben. Beim Ankauf von Gesellschaftsanteilen an bestehenden Energieanlagen  auf dem Zweitmarkt liegen in der Regel langjährige Erfahrungswerte für die Anlagen vor. Damit sind die zukünftigen Stromerträge zuverlässiger zu prognostizieren. Die Initiatorin CAV Partners ist zwar noch jung, die beiden Geschäftsführer verfügen aber über umfassende und langjährige Erfahrungen im Kapitalmarktbereich der Erneuerbaren Energien. 

Die bisherigen Ankaufsergebnisse der beiden CAV-Vorgängerprodukte und der vorliegende Ankaufsplan der Emittentin deuten darauf hin, dass die Geschäftsführer über einen guten Marktzugang verfügen. Der Emittentin steht bereits kurzfristig ein umfangreiches Projektankaufs-Portfolio zur Verfügung, aus dem sie voraussichtlich die aussichtsreichsten Projekte auswählen kann. Die erste Investition, in einen bestehenden Windpark im Saarland, ist bereits erfolgt.

Windenergieprojekte, bei denen Auslands-, Projektentwicklungs- und Baurisiken gar nicht bzw. nur im geringen Umfang bestehen, werden von Investoren stark nachgefragt, wodurch die Kaufpreise in den letzten Jahren gestiegen und damit die Renditen gesunken sind. Die CAV Partners hat sich aber im Markt gut positioniert, so dass sie der Emittentin Projekte liefern kann, die es der Emittentin – auch aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur – ermöglichen, den Anlegern eine vergleichsweise hohe Renditeerwartung zu bieten.

 

Nachhaltigkeit

Windenergie- und Solaranlagen erzeugen Strom nachhaltig. Eine zusätzliche positive ökologische Wirkung ergibt sich bei möglichen Investitionen in Repowering-Projekte.

 

ECOreporter.de-Empfehlung

Die Geschäftsführung der Emittentin verfügt über die Erfahrungen und Kompetenzen, um das plausible Investitionskonzept erfolgreich umsetzen zu können. Bei Erreichen des geplanten, breit gestreuten Anlagenportfolios ist das Renditeerwartungs-Risiko-Verhältnis des Angebotes angemessen bis attraktiv.

Basisdaten

Emittentin und Anbieterin: CAV Sonne und Wind III GmbH & Co. KG, Zeitlarn bei Regensburg
Komplementärin und Geschäftsführerin: CAV Verwaltungs GmbH, Zeitlarn bei Regensburg

Treuhänderin: Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment mbH, Bremen

Beteiligungsform: Treugeber oder Direktkommanditist

 

Währung: Euro
Gesamtfinanzierungsvolumen: 4,0 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 4,0 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 200.000 Euro
Agio: bis zu 3 Prozent
Laufzeit: bis 30. Juni 2030

 

BaFin-Billigung:  Nein
Leistungsbilanz: Nein
Sensitivitätsanalyse: Nein
Haftsumme: 100 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent der Kommanditeinlage (Innenverhältnis)

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