Der Vermögensverwalter KGAL verkauft den Strom zweier polnischer Windparks langfristig an einen Zementkonzern. / Symbolfoto: Pixabay

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Vermögensverwalter KGAL schließt 15-jährige Stromlieferverträge in Polen

Der Vermögensverwalter KGAL Investment Management aus Grünwald bei München hat für die Onshore-Windparks Krasin und Rywald aus dem Erneuerbare-Energien-Fonds KGAL ESPF 4 langlaufende Stromlieferverträge (PPA) mit Lafarge Cement Polska geschlossen. Die beiden Windparks werden künftig zusammen etwa 230 Gigawattstunden grünen Strom pro Jahr an den Baustoffproduzenten liefern. Lafarge Cement Polska ist Teil der Holcim-Gruppe, einem weltweit führenden Baustoffkonzern mit Sitz in der Schweiz.

Seit November 2019 ist die KGAL – nach eigenen Angaben als einer der ersten europäischen Vermögensverwalter – auf dem polnischen Markt für Erneuerbare Energien aktiv. Das frühe Engagement zahlt sich demnach aus: Nachdem die KGAL bereits Solar- und Windportfolios mit mehr als 110 Megawatt (MW) Gesamtleistung entwickelt und in Betrieb genommen hatte, folgen jetzt Netzanschluss und PPA für zwei weitere polnische Parks im Besitz des Unternehmens.

Mehr als zehn Bewerber bei Ausschreibung

Der 35-Megawatt-Windpark Krasin produziert seit Ende vergangenen Jahres grünen Strom. Rywald mit 27 MW Leistung kam im Frühjahr 2021 ins Portfolio. Beide Parks wurden im Status der Projektentwicklung erworben. Zurzeit befinden sich die Anlagen im Testbetrieb, ab Oktober sollen sie regulär Strom ins Netz einspeisen.

Die Ausschreibung der PPAs für die beiden Windparks hat nach Angaben von KGAL großes Interesse gewerblicher Stromabnehmer geweckt, es habe mehr als zehn Bewerber gegeben. „Für Unternehmen bedeuten PPAs Planungssicherheit bei der erneuerbaren Energieversorgung in einem äußerst volatilen Marktumfeld. Die KGAL wiederum kann mit PPAs attraktive Strompreise für einen langen Zeitraum fixieren und somit verlässliche Erträge erzielen“, erklärt Michael Ebner, Geschäftsführer der KGAL Investment Management.

„Wir haben uns für Lafarge als Partner entschieden, weil das Unternehmen eine überdurchschnittliche Vertragslaufzeit von 15 Jahren angeboten hat und noch dazu die gesamte Stromproduktion beider Windparks abnimmt“, so Ebner weiter. „Zudem unterstützen wir es ausdrücklich, dass gerade Lafarge mit seiner sehr energieintensiven Zementproduktion eine klimaneutrale Stromversorgung anstrebt.“

Mit dem jetzt vereinbarten PPA kann der Konzern laut KGAL bereits 50 Prozent seines Strombedarfs mit Erneuerbaren Energien decken. „Direkte Stromlieferverträge mit den Erzeugern unterstützen die Entwicklung Erneuerbarer Energien in Polen, da sie die Rentabilität von Solar- und Windparks erhöhen und zu Investitionen ermutigen. Dies hat einen großen Einfluss auf den Energiemix und beschleunigt die Dekarbonisierung der polnischen Wirtschaft“, kommentiert Dawid Robak, Finanzchef von Lafarge Polen.

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