Die Pax-Bank will einen Imageschaden verhindern. / Foto: imago images, Revierfoto

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Wegen Cum-Ex-Skandal: Pax-Bank zieht Fonds von Warburg ab

Die Pax-Bank lässt keine ihrer Fonds mehr von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg betreuen. Hintergrund ist der Cum-Ex-Steuerskandal, in den Warburg verstrickt ist.

Wie zuerst die Wirtschaftswoche berichtete, beendet die Pax-Bank die Zusammenarbeit mit Warburg im Fonds-Bereich, um Reputationsrisiken zu vermeiden. Ein Sprecher der kirchlichen Bank aus Köln bestätigte gegenüber ECOreporter, dass man die Fonds der Warburg-Pax-Familie zukünftig von Universal-Investment und Union Investment verwalten lasse. Der Entscheidung sei ein intensiver Beratungsprozess vorangegangen.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte die Warburg Bank auf Nachfrage, man wolle sich nicht zu einzelnen Kundenbeziehungen äußern. Es gelinge aber „grundsätzlich gut, Kunden die Rechtsposition der Bank zu erläutern“.

In seinem ersten Cum-Ex-Urteil aus dem März 2020 kommt das Landgericht Bonn zu dem Schluss, dass Warburg an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war und davon finanziell profitiert hat. Warburg streitet eine absichtliche Vorteilsnahme ab und hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Durch Cum-Ex-Geschäfte, bei denen nie entrichtete Steuern erstattet wurden, soll dem deutschen Staat Expertenschätzungen zufolge ein Schaden von mindestens 10 Milliarden Euro entstanden sein.

Die Pax-Bank gehört zu den nachhaltigsten Banken in Deutschland. Ausführliche Übersichten über die Angebote, Zinsen und Gebühren nachhaltiger Banken finden Sie auf der ECOreporter-Banken-Seite.

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