Institutionelle Anleger können über einen re:cap-Fonds in 18 europäische Windparks investieren. / Foto: Jensemann, Fotolia

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"Wind Infrastructure I" sucht Profi-Investoren

Ein Windfonds von re:cap steht Institutionellen aktuell offen - sie können in den Spezialfonds investieren. Wir haben die Details. 

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Die Zeichnung des FP LUX Wind Infrastructure I (ISIN: LU0849259931) ist ab 10 Millionen Euro möglich, teilte re:cap global investors AG aus Frankfurt am Main mit.

Nach Kosten liegt die erwartete Ausschüttungsrendite (IRR) den Angaben zufolge bei über 6 Prozent pro Jahr - bei einer Laufzeit von 20 Jahren, plus einer Verlängerungsoption.

Re:cap kalkuliert dabei keinen Restwerterlös nach dem Ablauf der Laufzeit fest ein. "Wir gehen aber davon aus, dass es einen Mehrerlös geben wird", sagte Thomas M. Seibel, Geschäftsführer (CEO) der re:cap global investors AG. Dieser stehe dann den Investoren zu. Für einen möglichen Rückbau der Windparks nach 20 Jahren gebe es eine Bankbürgschaft, so der CEO.

Im dritten Quartal macht der Fonds zu

Das Zielvolumen ist nicht exakt festgelegt, es soll über 200 Millionen Euro betragen. "Wir erwarten das finale Closing im dritten Quartal 2018", so Seibel. Etwa 180 Millionen seien bereits investiert oder verplant.

Die Fremdkapitalquoten in den Projekten liegen derzeit zwischen 60 und 80 Prozent - Zielquote sei 70 Prozent, hieß es. Das ist hoch. Aber im auch schlechten Windjahr 2016 gab es laut re:cap eine Ausschüttung für die Eigenkapitalgeber - nach Zinsen und Tilgung der Fremdkapitalgeber.

Was steckt im Portfolio?

Es wurden bisher 18 Windparks an Land mit einer Gesamtleistung von 242 Megawatt (MW) erworben - alle sind im Bau befindlich oder schon fertiggestellt. Die Investitionen werden zu 100 Prozent in der EU getätigt. Schwerpunkt ist Deutschland - aktuell mit einem Anteil von 79 Prozent. Das Portfolio soll weiter diversifiziert werden, um Risiken zu vermeiden. 

Windenergie attraktiv für institutionelle Investoren?

Die Einspeisevergütung für Windstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist in Deutschland zwar laufend gesunken - allerdings seien die Projekte dadurch auch weniger abhängig von Subventionen, sagte Seibel. Zudem sinken auch die Erzeugerkosten für Windstrom, diese seien heute wesentlich näher an den aktuellen Strommarktpreisen. 

Mit Sonderausschreibungen (Solar und Wind) soll das Klimaziel 2030 noch erreicht werden - und der Zubau dürfte nach seiner Ansicht wieder steigen. "Möglich ist, dass dann auch die Projektrenditen wieder attraktiver werden", so der re:cap-Geschäftsführer.

Hinzu komme, dass bis Ende 2016 noch Wind-Projekte mit einer Gesamtleistung von 8,8, Gigawatt (GW) genehmigt worden seien. Diese könnten unter "altem EEG" gebaut werden. 

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