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Erneuerbare Energie, Meldungen
Windbranche drängt auf Reformen in Deutschland
Vor der deutschen Küste werden zu wenig Windparks errichtet. Die Windindustrie fordert deshalb rasche Reformen.
In einem Positionspapier spricht sich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für eine schnelle Verabschiedung des neuen Windenergie-auf-See-Gesetzes aus. Der Verband fordert unter anderem, dass Kooperationsprojekte mit anderen Ländern auf die deutschen Ausbauziele angerechnet werden, staatlich garantierte Vergütungsmodelle die Inflation berücksichtigen und Windräder in neuen Offshore-Parks weniger dicht stehen, damit die einzelnen Anlagen sich nicht gegenseitig Wind wegnehmen und weniger Strom erzeugen.
Mehr Zusammenarbeit mit den Nachbarn
Bei der deutschen Ausschreibung für Windkraftanlagen auf See im August letzten Jahres war kein einziges Gebot eingegangen, weil die Kosten für Offshore-Windparks stark gestiegen sind und gleichzeitig regulatorische Unsicherheiten die Risiken erhöhen. Als ein Problem wurden auch damals schon die sogenannten Verschattungseffekte durch zu eng beieinander stehende Windräder genannt. Branchenexperten plädieren dafür, neuen Windparks größere Flächen zuzuweisen, auch durch Kooperationen in den Hoheitsgewässern anderer Länder wie etwa Dänemark.
„Die Politik muss dringend handeln und das WindSee-Gesetz reformieren. Für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie braucht es verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen“, sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae gegenüber dem „Handelsblatt“. Projekte müssten in den Ausschreibungen 2027 wieder wirtschaftlich darstellbar sein. „Das noch rechtzeitig umzusetzen, ist anspruchsvoll. Die Reform des WindSee-Gesetzes muss zügig auf den Weg gebracht werden, dafür braucht es einen Referentenentwurf und einen Kabinettsbeschluss noch im Sommer“, so Andreae. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet derzeit an einem Gesetzentwurf, Details sind aber noch nicht bekannt.
In der deutschen Nord- und Ostsee sollen sich im Jahr 2030 Windräder mit einer Leistung von insgesamt 30 Gigawatt drehen. Bislang sind es weniger als 10 Gigawatt.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu Windaktien.
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26.06.26
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