Die Solaranlagen von 7C Solarparken haben 2020 bislang deutlich mehr Strom produziert. / Foto: 7C Solarparken

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7C Solarparken hebt erneut Prognose an – was macht die Aktie?

Der Wind- und Solarstromerzeuger 7C Solarparken meldet Rekordzahlen bei Umsatz und Ergebnis für die ersten neun Monate 2020. Auch die produzierte Strommenge stieg deutlich. Als Reaktion erhöhte das Bayreuther Unternehmen seine Jahresprognose.

Wie 7C Solarparken mitteilte, lagen die Umsätze in den den ersten neun Monaten bei 44,9 Millionen Euro, im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr ein Plus von 19,3 Prozent. 43,6 Millionen Euro der Umsätze, ein Anteil von 97,1 Prozent, stammen dabei aus der Stromproduktion. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 39,7 Millionen Euro, was einem Anstieg um 13,1 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht.

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Die Stromproduktion stieg in den ersten neun Monaten 2020 ebenfalls deutlich um 33 Prozent auf 198 Gigawattstunden (GWh). Dies wurde durch den Ausbau der Kapazität um 27,5 Prozent auf 205 Megawattpeak (MWp) sowie eine Erhöhung der Produktion je installierter Leistung um 3,7 Prozent auf 957 kWh/kWp (Vorjahresperiode: 923 kWh/kWp) erreicht.

Der Anstieg der Stromproduktion resultiert nach Angaben des Unternehmens vor allem aus dem vollständigen Einbezug der im Vorjahr erworbenen Solaranlagen, den Umsätzen aller in der Vorjahresperiode noch im Bau befindlichen Anlagen sowie aus den Ertragsbeiträgen der in der Berichtsperiode erworbenen und neu erbauten Solaranlagen. Hinzu kamen günstige Witterungsbedingungen und die Optimierung einzelner Anlagen.

Die Nettoverschuldung stieg laut Unternehmen auf 174,6 Millionen Euro im Vergleich zu 163,4 Millionen Euro zum Jahresende 2019. Demgegenüber meldet 7C Solarparken ein Eigenkapital von 146,6 Millionen Euro, was einen neuen Rekordwert für die Eigenkapitalquote bedeutet: 33,1 Prozent. Die Anfang Oktober durchgeführte Kapitalerhöhung ist hier noch nicht eingerechnet.

Der Konzern erhöht sein für das Gesamtjahr prognostiziertes EBITDA im Vergleich zur bisherigen Prognose von 39,2 auf 41 Millionen Euro. Der Vorstand erhöht außerdem den erwarteten Cashflow pro Aktie auf 0,52 Euro aufgrund der starken Neun-Monats-Ergebnisse und der frühzeitigen Verwirklichung seines 220-MWp-Ziels.

Aktie auf Rekordhoch

Die 7C Solarparken-Aktie gewann heute im frühen Tradegate-Handel zunächst rund 1 Prozent und markierte bei 4,19 Euro ein neues Allzeithoch. In der Folge drehte die Aktie mutmaßlich in Folge von Gewinnmitnahmen ins Minus. Dasselbe Muster hatte sich bereits zum Wochenstart bei einem Rekordhoch der Aktie von 4,16 Euro am Montag gezeigt.

Aktuell liegt der Kurs im Tradegate-Handel bei 4,11 Euro (Stand: 26.11.2020, 9:39 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 22,9 Prozent an Wert gewonnen.

Die 7C Solarparken AG konnte ihre Wachstumsversprechen bislang einhalten und hatte ihre Jahresziele bereits einmal nach oben korrigiert. Die Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 34 allerdings nicht günstig. Anlegerinnen und Anleger, die einsteigen möchten, sollten einen langen Anlagehorizont mitbringen oder auf Kursrücksetzer warten.

Lesen Sie hier auch den aktuellen ECOreporter-Solaraktien-Überblick.

7C Solarparken AG: ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6

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