Solarpark von 7C Solarparken in Glauchau in Sachsen. / Foto: Unternehmen

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7C Solarparken hebt Jahresprognose an – mehr Umsatz im ersten Halbjahr

Der Solarstromproduzent 7C Solarparken hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2020 nach einem starken ersten Halbjahr erhöht. Der Konzern profitiert von gutem Wetter und gestiegenen Stromverkäufen.

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7C Solarparken erwartet für 2020 nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 39,2 Millionen Euro gegenüber den bisherigen Prognosen von "mindestens 37 Millionen Euro". Der Cashflow je Aktie soll auf 0,51 Euro steigen. Mit den Mitteln aus dem freien Cashflow können Unternehmen Dividenden zahlen, Aktien zurückkaufen oder Kredite bedienen. Die Kennzahl verdeutlicht, wie viel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrigbleibt.

In den ersten sechs Monaten 2020 stieg der Konzernumsatz auf 26,7 Millionen Euro nach 22,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019. Der Anstieg ist laut Unternehmen das Ergebnis einer Kombination aus höherer Stromproduktion und einer gesunkenen Durchschnittsvergütung aufgrund der Änderungen im Anlagenportfolio. Die letzten Anlagenerwerbe und Neubauprojekte erhalten im Regelfall niedrigere Einspeisevergütungen als die älteren Anlagen im Portfolio.

Das EBITDA stieg von 21,5 auf 23,5 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund höherer Stromverkäufe. Der Cashflow je Aktie setzte seinen Aufwärtstrend fort und erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 auf 0,34 Euro je Aktie gegenüber 0,33 Euro im ersten Halbjahr 2019. Weil die Wetterbedingungen im dritten Quartal ihren günstigen Trend fortgesetzt haben und der Konzern eigenen Angaben zufolge früher als geplant von der vollständigen Konsolidierung von zwei PV-Fondsgesellschaften profitieren wird, hebt der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr an.

"Während des ersten Halbjahres mussten wir aufgrund von Covid-19 einigen negativen Auswirkungen standhalten, aber unsere Wachstumsstrategie in Kombination mit Finanzdisziplin hat die Eigenkapitalquote und die operativen Zahlen weiter gestützt", erklärte 7C Solarparken-Chef Steven de Proost. "Wir werden unseren Ansatz beibehalten, der bisher zu unserem Erfolg beigetragen hat: Dieser besteht darin, sich auf vorhersehbare Cashflows von Einspeisetarifen kleinerer Anlagen bis zu 10 Megawattpeak zu stützen. Die Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels ist ein klares Signal dafür, dass Projekte mit Einspeise- und Auktionstarifen weiterhin unsere bevorzugte Marktrichtung vorgeben."

Die Aktie von 7C Solarparken liegt im Xetra-Handel aktuell bei 3,69 Euro und damit 2,22 Prozent zum Vortag im Plus (Stand: 23.9.2020, 9:39 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 0,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 7,1 Prozent an Wert gewonnen.

Die 7C Solarparken AG konnte ihre Wachstumsversprechen bislang einhalten und korrigiert ihre Ziele nicht zum ersten Mal nach oben. Die Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 38 allerdings teuer.

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7C Solarparken AG: ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6

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