ABO Energy hat unter anderem deutsche Windparkprojekte verkauft. / Foto: ABO Energy

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ABO Energy verkauft Wind- und Solarprojekte

Der Wiesbadener Erneuerbare-Energie-Konzern ABO Energy bemüht sich derzeit um eine Sanierung, das Tagesgeschäft läuft aber weiter. Das Unternehmen meldet Erfolge in mehreren Bereichen.

In den letzten Wochen hat ABO Energy zwei deutsche Windkraftprojekte verkauft: Das Repowering-Projekt Marpingen im Saarland mit zwei Vestas-V162-Anlagen mit jeweils 6 Megawatt (MW) übernimmt Encavis, ein Nordex-N163-Windrad mit 6,8 MW in Großenlüder geht an KB Renewables. Beide Projekte befinden sich derzeit im Bau und sollen bis Mitte 2027 ans Stromnetz angeschlossen werden. In Großenlüder hat der Käufer laut ABO Energy auch die Rechte an bis zu vier weiteren Anlagen erworben, die sich noch in der Planung befinden.  

Ebenfalls voran geht es beim Windpark Kranenburg, den ABO Energy bereits seit 2014 plant. Der Kreis Kleve hatte Klage gegen die Ausweisung der Windenergie- und EU-Beschleunigungsgebiete eingereicht, scheiterte damit aber jüngst vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. ABO Energy hat nun den Genehmigungsantrag für elf Nordex-N175-Anlagen mit je 7 MW eingereicht.

Verkaufspläne in Deutschland und Kolumbien

Zudem bemüht sich der Konzern aktuell um den Verkauf von vier deutschen Solar- und Speicherprojekten. Konkret geht es um den im Bau befindlichen hessischen Solarpark Würges (13 MW plus 13 MW Speicherleistung), das absehbar baureife Solarprojekt Schlangenbad (Hessen, 20 MW plus 16 MW Speicher), das kürzlich genehmigte Projekt Ober-OIm (Rheinland-Pfalz, 18,9 MW plus 14,2 MW Speicher) und den Solarpark Schömberg (Baden-Württemberg, 6,95 MW plus 6 MW Speicher). Der Solarpark Schömberg soll bereits im Juli 2026 ans Netz angeschlossen werden. 

Auch in Kolumbien steht eine Veräußerung an. ABO Energy hat dort eine Verkaufsvereinbarung mit der NOVVA-Gruppe für ein Solarportfolio mit insgesamt 37,8 MW im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium geschlossen. Die Projekte liegen im Andenhochland in Zentralkolumbien und sollen ab Anfang 2028 Strom erzeugen. 

Aktie zwischenzeitlich auf Allzeittief

Bereits letzte Woche berichtete ECOreporter hier über die neueste deutsche Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land, bei der ABO Energy Tarifzuschläge für Windparks mit insgesamt mehr als 60 MW erhalten hat.

Die Aktie von ABO Energy markierte am 23. Juni mit 3,20 Euro ein neues Allzeittief. Am Freitag ist sie mit einem Kurs von 3,75 Euro aus dem Tradegate-Handel gegangen. Der in Schieflage geratene Konzern hat bei Investoren viel Vertrauen verloren. In den letzten zwölf Monaten büßte die Aktie knapp 90 Prozent ihres Werts ein. 

Der Green Bond 2024/2029 von ABO Energy stand am Freitagabend an der Börse Tradegate bei 15,87 Prozent seines Nominalwertes (26.6.2026, 20:01 Uhr). Im November 2025 notierte die Anleihe noch bei 103 Prozent.

Mehr zur aktuellen Situation bei ABO Energy lesen Sie hier.

Lesen Sie auch die zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien.

ABO Energy Aktie: ISIN DE0005760029 / WKN 576002

ABO Wind/Energy Green Bond 2024/2029: ISIN DE000A3829F5 / WKN A3829F

(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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