Halbleiter-Scanner-Anlage von ASML. Die Aktie des Unternehmens ist auf lange Sicht hervorragend gelaufen. / Foto: ASML

  Nachhaltige Aktien

ASML rechnet mit hohem Wachstum, Aktie legt wieder zu

Der weltweit wichtigste Halbleiter-Maschinenbauer ASML geht davon aus, 2030 dreimal so viel Umsatz zu erzielen wie heute. Dass die USA weiterhin versuchen, die Lieferungen von ASML-Anlagen nach China einzudämmen, stört das Unternehmen wenig.

Bei einer Investorenveranstaltung teilte der niederländische Konzern letzte Woche mit, für 2030 einen Jahresumsatz von 60 Milliarden Euro anzupeilen. In diesem Jahr rechnet ASML mit 21 Milliarden Euro. 2025 soll der Umsatz zwischen 30 und 40 Milliarden Euro betragen. Bislang lagen die Erwartungen für 2025 bei maximal 30 Milliarden Euro.

Die Bruttogewinnmarge soll bis 2030 auf 60 Prozent steigen. Aktuell liegt sie bei ungefähr 50 Prozent. Aufgrund der zuletzt sehr positiven Gewinnentwicklung kündigt ASML zudem den Rückkauf von Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro an.

Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass die Exportbeschränkungen der USA für Halbleitersysteme nach China 2023 nur „begrenzte Auswirkungen“ auf das Geschäft von ASML haben werden. Die US-Regierung hatte im September den niederländischen Staat gebeten, die Ausfuhr von hochmoderner Chip-Technologie nach China weiter einzuschränken (ECOreporter berichtete hier). Mittlerweile drängen die USA auch darauf, den Export von älteren Halbleitermaschinen zurückzufahren.

ASML profitiert seit Jahren von der hohen Nachfrage nach seinen Chip-Fertigungsanlagen. Technologisch gilt der Konzern als Weltmarktführer. Im dritten Quartal 2022 lag der Nettogewinn bei 1,7 Milliarden Euro, der Umsatz bei 5,8 Milliarden Euro. Mit einem Börsenwert von 224 Milliarden Euro ist ASML nach dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH die zweitwertvollste Aktiengesellschaft der Eurozone (Stand 14.11.2022).

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