BMW i3: Aumanns Geschäft mit Spezialmaschinen für die E-Auto-Fertigung erweist sich bislang als krisenfest. / Foto: BMW

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Aumann: Umsatz bricht ein – doch das Geschäft mit E-Mobilität wächst

Der Spezialmaschinenbauer Aumann hat im ersten Quartal 2020 erste Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekommen. Trotz eines deutlichen Umsatzeinbruchs und eines leichten Rückgangs bei den Aufträgen wächst aber das wichtige Geschäft mit Fertigungsmaschinen für E-Autos.

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Insgesamt verzeichnete das Unternehmen aus Beelen in Nordrhein-Westfalen zum Jahresauftakt einen Umsatzrückgang zum Vorjahresquartal um 28,6 Prozent auf 48,1 Millionen Euro. Verantwortlich dafür ist vor allem ein Umsatzeinbruch von 55,1 Prozent im Geschäft mit dem klassischen Automobilsektor.

Im strategisch wichtigen Bereich E-Mobility hingegen wuchs Aumann weiter, ein Umsatz von 29,8 Millionen Euro bedeutet hier ein Plus von 11,8 Prozent. Der Umsatzanteil des Zukunftssektors am Gesamtgeschäft von Aumann macht damit nun 62 Prozent aus.

Beim Auftragseingang spürt Aumann nach eigenen Angaben bereits die Covid-19-Pandemie. Der Auftragseingang sank im Berichtsquartal um 8,2 Prozent auf 38,6 Millionen Euro. Hier verlief der Jahresauftakt in der E-Auto-Sparte wegen Verzögerungen bei Neuprojekten mit 13,9 Millionen Euro verhalten, die Aufträge aus dem klassischen Automobilsektor stabilisierten sich bei 24,5 Millionen Euro. Der Auftragsbestand im Segment E-Mobility liegt laut Aumann jedoch unverändert über dem des Segments Classic.

Aumann sieht sich für die Krise gerüstet

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug im ersten Quartal 1,5 Millionen Euro – ein Rückgang von 81 Prozent im Vergleich zu den rund 8 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 3,2 Prozent.

Der Spezialmaschinenbauer sieht ein „anspruchsvolles Jahr“ auf sich zukommen. Der ohnehin schwächelnde Automobilsektor wird zusätzlich von der Corona-Pandemie getroffen, was sich auch auf Aumann auswirken wird. Schon im März hatte sich Aumann bei seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr verhalten gezeigt.

Seinen eingeschlagenen Kurs zur Kostensenkung und Optimierung der Fertigungstiefe will das Unternehmen beibehalten. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 93 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 65,1 Prozent sieht sich Aumann für die Krise gut gerüstet.

Im Xetra-Handel lag die Aktie am Mittwochvormittag um 2,6 Prozent im Plus bei 10,94 Euro (27.5.2020, 11:15 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie damit um 14,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 50,2 Prozent an Wert verloren.

Aumann AG: ISIN DE000A2DAM03 / WKN A2DAM0

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