Lohnt sich aktuell der Einstieg in Cannabis-Aktien? / Foto: Pixabay

28.07.20 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Cannabis-Aktien - seit Jahren im Tiefenrausch

Immer wieder werden einzelne Cannabis-Aktien als "das nächste große Ding“ angepriesen. Manchmal wird sogar die gesamte Cannabis-Branche zum nachhaltigen Investment-Paradies erklärt. Die Kursentwicklungen der Aktien sprechen allerdings eine andere Sprache – unabhängig von der Corona-Krise. ECOreporter hat sich 48 in Deutschland handelbare Cannabis-Aktien näher angesehen.

Cannabis (oder auch Hanf, die Begriffe sind weitestgehend synonym) ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen der Welt. Aus Cannabis lassen sich Speiseöle und ätherische Öle gewinnen, widerstandsfähige Textilien und Seile herstellen. Die Pflanze ist pflegeleicht, schädlingsresistent und benötigt viel weniger Wasser als beispielsweise Baumwolle.

Die Cannabis-Industrie boomt seit einigen Jahren allerdings vor allem wegen der psychoaktiven Wirkstoffe der Pflanze. In zahlreichen Ländern darf Cannabis zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden. Zur Anwendung kommen dabei in erster Linie getrocknete Blätter (Marihuana) und isolierte Wirkstoffe wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). In Deutschland dürfen seit 2017 neben zugelassenen Cannabis-Fertigarzneimitteln auch Cannabisblüten und -extrakte verkauft werden, wenn deren Anbau zu medizinischen Zwecken staatlich überwacht wird.

Auch als Rauschmittel teilweise legal

Immer mehr Firmen entwickeln Medikamente auf Cannabis-Basis. Eines dieser Unternehmen, GW Pharmaceuticals aus Großbritannien, analysiert ECOreporter regelmäßig in seinem Überblick über die nachhaltigen Gesundheitsaktien.

In Kanada und zahlreichen US-Bundesstaaten ist mittlerweile auch der Konsum von Cannabis als Rauschmittel legal. In Kalifornien arbeiten mehr als 80.000 Menschen in der Cannabis-Industrie. Der Bundesstaat Washington erzielt höhere Steuereinnahmen durch Cannabis als durch Alkohol.

In den letzten Jahren sind die Umsätze der Cannabis-Branche stark gestiegen – doch das muss nicht so bleiben. Sollten die Drogengesetze in Nordamerika, wie von konservativen Politikern gefordert, wieder verschärft werden, würde das die junge Industrie empfindlich treffen.

Die meisten Firmen machen bislang keinen Gewinn

Viele Cannabis-Unternehmen befinden sich noch in der Start-up-Phase und schreiben rote Zahlen. Vor allem im medizinischen Bereich, denn die Kosten für Forschung und Entwicklung sind hoch, und Cannabis-Medikamente erhalten in vielen wichtigen Märkten bislang keine Zulassung. Zahlreiche Branchenunternehmen sind zudem auf Wagniskapital angewiesen, an das derzeit Corona-bedingt schwieriger heranzukommen sein dürfte als in den letzten Jahren.

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

13.05.20
Cannabis-Aktie: GW Pharmaceuticals verdreifacht Umsatz
 >
03.04.20
Bundesamt für Justiz verhängt erneut Ordnungsgeld gegen Deutsche Cannabis AG
 >
08.01.20
Kanadischer Cannabis-ETF in Deutschland zugelassen
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x