Schwimmende Solaranlage im chinesischen Guqiao. / Foto: Sungrow

  Erneuerbare Energie, Meldungen

China baut 11,5 Gigawatt Photovoltaik im ersten Halbjahr 2020

Chinas Nationale Energiebehörde NEA hat aktuelle Zahlen zum Photovoltaik-Zubau veröffentlicht. Die neu installierte Leistung lag mit 11,52 Gigawatt im ersten Halbjahr 2020 leicht über dem Vorjahresniveau (11,4 Gigawatt). Das berichtet das Beratungsunternehmen AECEA.

Für die privaten Dachanlagen veröffentlichte die NEA einen Zubau von 2,94 Gigawatt für die ersten sieben Monate 2020. Dieses Segment werde durch ein einfaches Förderprogramm getrieben. Die NEA erwartet in diesem Anlagensegment einen Jahreszubau zwischen 6 und 7 Gigawatt.

Zum Vergleich: In Deutschland summiert sich die Leistung der neu bei der Bundesnetzagentur gemeldeten Photovoltaik-Anlagen nach fünf Monaten 2020 auf knapp 1,9 Gigawatt. Den größten Teil des Zubaus machten dabei private und gewerbliche Photovoltaik-Dachanlagen aus.

Explosion in Werk verteuert Rohstoff drastisch

Mit Blick auf den Gesamtmarkt in China weist AECEA auf die jüngsten Zwischenfälle in den Polysilizium-Fabriken der großen Hersteller hin. Im Juli war es zu mehreren Explosionen in einer Polysilizium-Fabrik des Modulbauers GCL Poly Energy gekommen. Die in den USA ansässige Investment-Banking-Gruppe Roth Capital Partners ging in ihrem damaligen Bericht zu dem Ereignis davon aus, dass damit 50 Tonnen Polysilizium-Produktionskapazitäten für „mindestens drei bis sechs Monate außer Betrieb sind“.

Der Preis pro Kilogramm Polysilizium sei in der Folge von gut 60 auf bis zu 98 Yuan Anfang September gestiegen, so AECEA. Dies wirke sich auf den Gesamtpreis für die Module aus, die nach der vorliegenden Einschätzung wohl erst im Oktober oder November wieder das Preisniveau von Juni erreichen werden, was sich gerade auf die Realisierung von Ausschreibungsprojekten auswirken könnte.

Die NEA veröffentlichte neben den Zubauzahlen auch eine Liste mit genehmigten Photovoltaik-Projekten mit Einspeisevergütung sowie sogenannten „Netzparitätsprojekten“ .  Die 434 Photovoltaik-Anlagen mit Einspeisevergütung verfügen insgesamt über knapp 26 Gigawatt Leistung und verteilen sie auf 15 Provinzen. Sie müssen bis Ende Dezember 2020 am Netz sein. Die Preise bei den Ausschreibungen sind dabei im Vergleich zu 2019 deutlich gesunken. Das niedrigste erfolgreiche Gebot lag bei umgerechnet 3 Eurocent pro Kilowattstunde, dies seien 13,2 Prozent weniger als 2019. Der Durchschnittspreis für die Zuschläge halbierte sich dagegen nahezu.

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