Solaranlagen erzeugen mittlerweile weltweit mehr Strom als Windräder. / Foto: Pixabay

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Solarstrom immer beliebter – trotzdem werden viele neue Kohlekraftwerke gebaut

Fast die Hälfte aller 2019 weltweit gebauten Stromkraftwerke waren Solaranlagen. Das geht aus einer neuen Untersuchung des Research-Unternehmens Bloomberg New Energy Finance (BNEF) hervor. Doch das Kohlezeitalter ist noch nicht beendet.

Laut BNEF wurden im letzten Jahr weltweit 118 Gigawatt (GW) Solarkapazität errichtet. Das entspreche 45 Prozent der insgesamt neu installierten Kraftwerksleistung. Weitere über 20 Prozent entfielen auf Windkraftanlagen. Während Grünstromanlagen vor wenigen Jahren noch vor allem in reichen Industrieländern gebaut worden seien, würden seit 2016 auch in vielen Schwellenländern in erster Linie Wind- und Solarkraftwerke errichtet. Die Bloomberg-Analysten gehen davon aus, dass der Markt für Solarenergie weiter wachsen wird – 2020 sollen 140 bis 178 GW Solarkapazität neu installiert werden.

Nach Berechnungen von BNEF erzeugten Ende 2019 weltweit Solaranlagen mit einem Leistungsvermögen von 651 GW Strom. Windkraft kam auf 644 GW, Wasserkraft auf 1.160 GW. Die wichtigsten Stromlieferanten waren nach wie vor Kohle (2.089 GW) und Gas (1.812 GW).

BNEF zufolge ist der weltweite Kohlestromanteil im letzten Jahr erstmals seit 2014/2015 zurückgegangen – allerdings nur um 3 Prozent zum Vorjahr. Und die Kohleindustrie hält weiterhin an ihren schmutzigen Kraftwerken fest: 2019 sind laut Bloomberg neue Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 39 GW in Betrieb gegangen.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Überblicke zu den Solaraktien und Windaktien.

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