Das Wasserunternehmen akvola hat 2020 deutlich weniger Umsatz erzielt als erhofft. / Foto: Pixabay

  Anleihen / AIF, Crowd-Investment, Wachhund

Crowdinvesting: akvola Technologies will Insolvenz anmelden

Die akvola Technologies GmbH aus Berlin fertigt Wasseraufbereitungsanlagen für Industriebetriebe. Weil der Umsatz eingebrochen ist und keine neuen Investoren gefunden werden konnten, soll nun ein Insolvenzantrag gestellt werden.

akvola hatte 2018 über ein Crowd-Projekt auf der Plattform GLS Crowd 750.000 Euro eingesammelt. Laut dem aktuellen Crowd-Projekt-Report, der ECOreporter vorliegt, brach der Umsatz des Unternehmens im zweiten Halbjahr 2020 konjunkturbedingt um 36 Prozent zum Vorjahr ein.

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Da zudem eine vorgesehene Finanzierungsrunde nicht abgeschlossen werden konnte, steht akvola eigenen Angaben zufolge „kurz vor der Insolvenz“. Man beabsichtige, „zeitnah einen Insolvenzantrag mit eigener Verwaltung zu stellen“. Ein Schuldenschnitt sei „kaum zu vermeiden“, heißt es im Crowd-Projekt-Report. Eine Anfrage von ECOreporter zum aktuellen Stand der Dinge hat akvola nicht beantwortet.

ECOreporter hatte das Crowd-Angebot 2018 hier vorgestellt und darauf hingewiesen, dass die Vermögensanlage mit erheblichen Risiken verbunden ist. Anlegerinnen und Anleger haben akvola Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt gewährt. Das heißt: Im Falle einer Insolvenz werden zuerst die Ansprüche anderer, nicht nachrangiger Gläubiger bedient. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

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