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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Darum verliert die Novo Nordisk-Aktie 21 %
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat gestern mehr als ein Fünftel seines Börsenwertes eingebüßt. Der zunehmende Konkurrenzdruck verhindert weitere Rekordgewinne des ECOreporter-Aktien-Favoriten.
Novo Nordisk hat zum zweiten Mal in den letzten Monaten seine Jahresprognose gesenkt. Das Management erwartet jetzt für 2025 nur noch einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 8 bis 14 Prozent sowie 10 bis 16 Prozent mehr Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Im Mai hatte der Konzern seine Erwartungen bereits auf ein Umsatzplus von 13 bis 21 Prozent und einen EBIT-Zuwachs um 16 bis 24 Prozent gesenkt.
Eli Lilly hat aufgeholt
Hintergrund der erneuten Anpassungen ist der zunehmende Wettbewerb im lukrativen Markt für Abnehmmedikamente. Novo Nordisk war hier mit seinen Präparaten Wegovy und Ozempic lange klarer Marktführer und erzielte extrem hohe Gewinne. Mittlerweile wird das Präparat Zepbound des größten Konkurrenten Eli Lilly in den USA häufiger verschrieben als die Mittel von Novo Nordisk.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu nachhaltigen Gesundheitsaktien und den Überblick zu den ECOreporter-Dividendenkönigen.
Wie ECOreporter die Novo Nordisk-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie im folgenden Premium-Bereich.
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Nach Bekanntgabe der Prognosesenkung verlor die Novo Nordisk-Aktie gestern 21 Prozent und war damit so wenig wert wie zuletzt im Frühjahr 2022. Heute notiert das Papier im Tradegate-Handel nahezu unverändert zum Vortag bei 47,11 Euro (Stand 30.7.2025, 8:55 Uhr). Im Jahresvergleich ist der Kurs um 60 Prozent gesunken, auf fünf Jahre betrachtet hat er immer noch 65 Prozent zugelegt.
Neben den deutlich zurückgeschraubten Geschäftserwartungen stören sich einige Marktbeobachter auch an einer Personalie: Maziar Mike Doustdar, der bislang das operative Geschäft von Novo Nordisk außerhalb der USA leitete, wird Nachfolger des im Mai abberufenen Konzernchefs Lars Fruergaard Jørgensen. Analysten hatten auf eine externe Lösung gehofft, da sie sich davon eine stärkere Gewinnorientierung versprachen.
Die Aussichten bleiben gut
ECOreporter hat in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Novo Nordisks extrem hohe Gewinne und damit auch die erheblichen Kursgewinne aus einer einmaligen Marktkonstellation resultierten, die nicht dauerhaft bestehen wird. Zwischenzeitlich war Novo Nordisk sogar die wertvollste Aktiengesellschaft Europas und sorgte 2023 im Alleingang dafür, dass das dänische Bruttoinlandsprodukt nicht fiel, sondern spürbar stieg.
Aber auch mit der neuen, gesenkten Jahresprognose bleibt das Unternehmen weiter klar auf Wachstumskurs und kann mit hohen Gewinnmargen rechnen. Zudem läuft das eigentliche Kerngeschäft des Konzerns, der Verkauf von Insulinpräparaten, weiterhin stabil.
ECOreporter schätzt Novo Nordisk unverändert als solides Investment ein. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17 für 2025 ist die lange überteuerte Aktie mittlerweile wieder moderater bewertet. Anlegerinnen und Anleger können über einen Einstieg nachdenken, sollten allerdings Geduld und eine erhöhte Toleranz für Kursschwankungen mitbringen. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 liegt bei guten 2,9 Prozent.
Novo Nordisk ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.
Novo Nordisk A/S: ISIN DK0062498333 / WKN A3EU6F
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