Richtiges Dämmen spart Energie. Sind Investitionen des Ersparten in Unternehmen wie Steico, Owens Corning und Co. eine gute Idee? / Foto: imago images, Elmar Gubisch

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Nachhaltige Dämmstoff-Aktien – wo sich ein Einstieg weiter lohnen kann

Dämmen verbessert die Energiebilanz von Gebäuden und senkt neben den Heizkosten auch den Ausstoß von Treibhausgasen. Fördergelder sollen die Sanierung deshalb attraktiv machen. Dämmstoffhersteller leiden allerdings unter den anhaltenden Problemen im Bausektor. ECOreporter hat geprüft, welche Aktien aktuell dennoch attraktiv sind.

Nahezu drei Viertel seines Gesamtenergieverbrauchs wendet ein deutscher Durchschnittshaushalt für das Heizen auf. Erstaunlich: Warmes Wohnen braucht fast so viel Energie wie die gesamte Industrie und mehr als der Verkehr. Das soll sich ändern – durch neue Heizungen und durch Dämmung. So kann etwa eine Dachsanierung nach Berechnungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz bis zu 30 Prozent Energie sparen.

Um die Gebäudesanierung in Deutschland anzukurbeln, stellt beispielsweise die Bundesregierung bis 2026 rund 56 Milliarden Euro zur Verfügung. Wer mindestens 10 Prozent der Fassadenfläche saniert und dabei bestimmte Vorgaben zur Energieeffizienz erfüllt, kann von der Förderbank KfW bis zu 150.000 Euro Kredit erhalten. Auch andere Länder bemühen sich um mehr Förderung. Ein guter Nährboden für Dämmstoff-Aktien? Die folgenden Unternehmen hat sich ECOreporter näher angesehen und geprüft, ob sich eine Beteiligung lohnt:

• Kingspan
• Owens Corning
• Rockwool International
• Steico
• Sto

Je höher die Energiepreise steigen, desto sinnvoller ist Dämmung. Aber gestiegene Hypothekenzinsen, explodierende Materialkosten und der allgegenwärtige Fachkräftemangel lähmen den Bausektor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gingen die Wohnungsbauvorhaben von privaten Bauherren 2023 gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent zurück. Die Baugenehmigungen für Unternehmen sanken im Vergleich zu 2022 um 20 Prozent.

Ist Dämmung wirklich gut?

Ist für die Dämmung mehr Energie in der Herstellung nötig, als sie einspart? Ein altes Vorurteil – aber leicht zu widerlegen: Denn Dämmstoffe können viele Jahre an der Wand bleiben, und selbst wenn ein Haus schon im jungen Alter von 30 Jahren wieder abgerissen würde: Der Dämmstoff hätte bis dahin geholfen, vielfach so viel Energie einzusparen, wie seine Produktion und Anbringung erforderte.

Die allermeisten Dämmstoffe amortisieren sich energetisch innerhalb weniger Monate. Es gibt allerdings Unterschiede: Natürliche Dämmstoffe wie Hanf und Jute sind schon in der Herstellung wesentlich energiesparender als etwa Schaumglasplatten.

Leidet man in gedämmten Häusern unter Schimmel? Vor allem, wenn man gleichzeitig mit der Dämmung sehr dichte neue Fenster verwendet? Nein. Schuld am Schimmel sind weder Fenster noch Dämmung, sondern meist mangelnde Lüftung, manchmal auch Wärmebrücken. Das sind Stellen, an denen eine Wandfläche kälter ist als der Rest. Und dagegen hilft nur eins: dämmen.

Ende 2023 lag die Quote für energetische Sanierungen in Deutschland laut dem Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) zudem auf einem Allzeittief von 0,72 Prozent – das bedeutet, dass weniger als 1 Prozent des durch den Verband erfassten Gebäudebestands in den vergangenen Monaten im Hinblick auf Energieeffizienz saniert wurde. Um die Klimaziele für den Gebäudesektor zu erreichen, wäre laut BuVEG eine Sanierungsquote von rund 2 Prozent notwendig. Erfasst sind mit der Quote Sanierungsmaßnahmen für Fassade, Dach und Fenster. Zwar steht die Sanierungsquote bisweilen in der Kritik, weil sie nur einen Teil der Gebäude in Deutschland umfasst. Trotzdem bedeutet die niedrige Quote weniger Nachfrage nach Dämmstoffen.

Daher heißt es auch bei Dämmstoff-Aktien: Die richtige Auswahl macht die Rendite. Bei welchen Aktien aus der Dämmstoffbranche sich aktuell ein Kauf lohnen kann, erfahren Sie unten im Premium-Bereich.

Eine wichtige Rolle für die Energiebilanz spielt neben der energetischen Sanierung auch umweltfreundliche Heiztechnologie. Lesen Sie hierzu unseren Überblick Wärmepumpen-Aktien: Investieren in die Energiewende?

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