ECOreporter hat geprüft, ob sich ein Einstieg bei Aktien wie Carrier Global, Nibe oder Trane lohnen kann. / Foto: Pixabay

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Wärmepumpen-Aktien: Gut fürs Klima, gut fürs Depot?

Wärmepumpen sollen Gebäude klimafreundlicher beheizen, gleichzeitig benötigen immer mehr Rechenzentren leistungsfähige Kühlsysteme. Beides beschert Klimatechnik-Konzernen neue Absatzchancen. Doch nicht überall läuft das Geschäft rund. ECOreporter hat sechs Aktien untersucht und zeigt, wo sich ein Einstieg lohnen kann.

Der globale Wärmepumpenausbau wächst stark, angeführt von China als größtem Markt. Dahinter folgt Europa, 2025 stieg hier die Zahl der verkauften Geräte nach einer zwischenzeitlichen Absatzflaute wieder um 13 Prozent auf 2,9 Millionen. Besonders weit verbreitet sind Wärmepumpen in Skandinavien: In Norwegen kommen bereits rund 650, in Finnland mehr als 540 installierte Wärmepumpen auf 1.000 Haushalte. In Deutschland waren es zuletzt nur gut 50.


In Europa dominiert Skandinavien beim Wärmepumpenausbau. / Foto: Pixabay

An der Börse sind Kompromisse nötig

Wer an der Börse in das Geschäft mit Wärmepumpen investieren möchte, kann das vor allem mit den Aktien großer Klimatechnik-Konzerne tun. Bei denen steht aktuell vor allem das allgegenwärtige Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt. KI steht unter anderem in der Kritik, weil sie einen enormen Energiehunger hat. Rechenzentren lassen mancherorts Wasser knapp werden, Atomkraftwerke werden nur für ihre Stromversorgung wieder hochgefahren, Gaskraftwerke eigens gebaut.

Für den weltweiten Klimatechnikmarkt bedeutet diese Entwicklung aber derzeit kräftigen Rückenwind und eine steigende Nachfrage nach leistungsfähigen und stromsparenden Kühlsystemen. Gleichzeitig sorgen häufigere Hitzeperioden, strengere Effizienzvorgaben und die Elektrifizierung von Gebäuden für zusätzliche Nachfrage nach moderner Klima- und Heiztechnik.

Besonders das Geschäft mit großen Klimaanlagen für Gewerbeimmobilien und Rechenzentren entwickelt sich deshalb bei mehreren Herstellern sehr gut. Bei Wärmepumpen für Privathaushalte ist das Bild weniger eindeutig. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch des Marktes zeichnet sich mittlerweile eine Erholung ab – zumindest in Europa.

ECOreporter hat sich sechs börsennotierte Klimatechnik-Konzerne angesehen:

  • 2G Energy
  • Carrier Global
  • Daikin Industries
  • Lennox International
  • Nibe Industrier
  • Trane Technologies

Manche Konzerne verdienen ihr Geld überwiegend mit Heiz- und Klimatechnik für Wohngebäude, andere sind stärker im Geschäft mit Gewerbeimmobilien und großen Kühlsystemen vertreten. 2G Energy ist ein Sonderfall: Der deutsche Konzern stellt neben Großwärmepumpen vor allem Blockheizkraftwerke her.

Wie nachhaltig sind Wärmepumpen?

Wärmepumpen können fossile Heizungen ersetzen und benötigen deutlich weniger Energie, als sie in Form von Wärme bereitstellen. Wie klimafreundlich sie tatsächlich arbeiten, hängt allerdings unter anderem vom verwendeten Strom und vom Kältemittel ab. Bei den Herstellern kommt hinzu, in welchem Umfang sie weiterhin Technologie wie Gasheizungen verkaufen.

Lesen Sie im Premium-Bereich, welche der sechs Aktien ECOreporter derzeit für attraktiv hält, welche Unternehmen besonders vom Rechenzentren-Boom profitieren – und wo trotz langfristig guter Aussichten für Wärmepumpen Vorsicht angebracht ist.

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