Bei welchen nachhaltigen Recycling-Aktien bieten sich aktuell Einstiegschancen? ECOreporter hat sich Unternehmen wie Republic Services, Umicore oder Li-Cycle näher angesehen. / Foto: Republic Services

  Nachhaltige Aktien

Müll, Schrott, Recycling: Die besten Aktien der Kreislaufwirtschaft

Mehr Menschen, mehr Wohlstand – mehr Müll. Im Ergebnis zu viel Müll. Um den kümmern sich auch börsennotierte Firmen, an denen sich Anlegerinnen und Anleger beteiligen können. Doch wie sauber ist das Geschäft mit Abfall? ECOreporter hat geprüft, welche nachhaltigen Aktien-Investments Entsorgung und Kreislaufwirtschaft bieten.

Hausmüll, Giftmüll, Elektroschrott, Batterien – das alles soll möglichst nicht auf irgendwelchen Halden landen, sondern so gut wie möglich recycelt werden. Die Redaktion hat sich die Branche angesehen und listet auf: Wer sind die verlässlichen Entsorger, wer hilft, Ressourcen zu schonen, und wer hat die cleveren Recyclingideen für morgen? Welche Unternehmen stehen erst am Anfang, welche haben ein solides Basisgeschäft mit stabilen Renditen?

Unter diesen Recycling-Aktien hat sich ECOreporter nach Einstiegsmöglichkeiten umgeschaut:

  • Alba Group
  • Casella Waste Systems 
  • Carbios
  • Li-Cycle
  • Powerhouse Energy Group
  • Quantafuel
  • Renewi 
  • Republic Services
  • Stericycle
  • Tomra Systems
  • Umicore
  • Veolia Environnement
  • Waste Management

Zum Schutz von Umwelt und Klima hat die EU Recyclingziele für die Jahre 2025, 2030 und 2035 festgelegt. So müssen unter anderem ab 2025 mindestens 55 Prozent der sogenannten Siedlungsabfälle, also etwa Müll aus privaten Haushalten, recycelt und für die Wiederverwendung vorbereitet werden. Ebenso müssen 65 Prozent des gesamten Verpackungsmülls recycelt werden. Für bestimmte Materialien gelten spezifische Ziele: So sollen Papier und Pappe zu 75 Prozent recycelt werden, Glas und Eisenmetalle zu 70 Prozent, Kunststoffe und Aluminium zur Hälfte.

Nach einer Analyse der Europäischen Umweltagentur EEA im Sommer 2023 drohen allerdings 18 der 27 EU-Länder mindestens eines der Ziele für das Jahr 2025 zu verpassen. Immerhin: Deutschland gehört zu den Ländern, die wesentliche Ziele schon erfüllt haben oder voraussichtlich erfüllen werden. Andere Staaten müssen ihre Bemühungen steigern. Helfen sollen hier auch neue Gesetze: So will die EU Herstellern verbieten, unverkaufte Textilien, Schuhe und Elektrogeräte zu vernichten.

Wer löst das Plastikmüll-Problem?

Ein großes Problem bleibt Plastikmüll im Meer: Aktuell wird geschätzt, dass etwa 4,8 bis 12 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr in den Meeren landen. Das entspricht ungefähr einer Lkw-Ladung pro Minute. Der Umweltstiftung WWF zufolge gehen neuere Berechnungen sogar von 19 bis 23 Millionen Tonnen Plastikmüll aus, die jährlich in diese Ökosysteme gelangen.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe sind mehr als 663 Tierarten von den Folgen direkt betroffen. Jedes Jahr sterben demnach etwa eine Million Seevögel und 100.000 Meeressäuger an der Vermüllung, etwa weil sie das Plastik mit Nahrung verwechseln.

Bisher führen den Kampf gegen die Vermüllung der Meere vor allem gemeinnützige Organisationen. Hier bieten sich zwar Möglichkeiten zu spenden, für Investments allerdings nicht. Es gibt jedoch Unternehmen, die sich mit innovativen Verfahren für ein effektiveres Kunststoffrecycling beschäftigen und die auch an der Börse notiert sind.

Eher konventionelle Anlagemöglichkeiten sind Unternehmen aus der Entsorger-Branche und solche, die mit Rohstoffrecycling ihr Geld verdienen. Besonders interessant wird hier zunehmend die Möglichkeit, wiedergewonnene Rohstoffe für Elektroauto-Akkus zu verwenden. Daneben gibt es etwa Maschinenbauer, die auf technische Lösungen für das Sortieren von Abfällen spezialisiert sind oder Pfandautomaten bauen.

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