Shoppingcenter der Deutsche EuroShop in Magdeburg: Konzerne, die Einkaufzentren betreiben, sind seit Ausbruch der Corona-Krise von möglichen Mietausfällen bedroht. / Foto: Unternehmen

29.04.20 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Aktien-Favoriten

Nachhaltige Immobilienaktien: Ist Beton-Gold doch (nicht) Corona-sicher?

Auch Immobilien-Aktien haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie stark an Wert verloren. ECOreporter hat sieben Aktiengesellschaften unter die Lupe genommen, die nachhaltige Immobilien bauen oder betreiben. Dabei geht es um Baukonzerne, Krankenhaus- und Pflegeheimbetreiber. Wo lohnt sich aktuell der Einstieg? Welche Aktien sollten Sie lieber links liegen lassen?

JM AB: Immobilien mit Nachhaltigkeitslabel

Der schwedische Konzern JM errichtet seit 70 Jahren Wohn- und Gewerbeimmobilien. Der Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern in Ballungszentren und Universitätsstädten in Schweden, Norwegen und Finnland.

Das Unternehmen lässt seit 2018 als erster skandinavischer Baukonzern alle seine Wohngebäude nach dem nachhaltigen Nordic Swan Ecolabel zertifizieren und installiert auf größeren Gebäudekomplexen Solaranlagen.

2019 verzeichnete das Unternehmen zwar mit 1,45 Milliarden Euro 2 Prozent weniger Umsatz als 2018, aber der Gewinn stieg von 132,4 auf 144,6 Millionen Euro.

Als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Corona-Pandemie hat das Management die Dividendenauszahlung Ende März um die Hälfte gekürzt. Im weiteren Verlauf des Jahres möchte JM die geplante Dividende von 1,15 Euro in voller Höhe an die Aktionäre auszahlen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsbetrieb würden sich bislang in Grenzen halten, teilte das Unternehmen Ende März mit.

Seit Ausbruch der Corona-Krise hat die Aktie an Wert verloren. Auf Sicht von drei Monaten liegt sie 39 Prozent im Minus. Auf zwölf Monate gesehen (28.4.2019 bis 28.4.2020) beträgt der Wertverlust gut 3 Prozent.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2020 von 8,3 ist die JM-Aktie günstig bewertet (Stand: 28.4.2020). Die Länder, in denen JM aktiv ist, sind auch von der Corona-Pandemie betroffen – bislang aber weniger stark als der Rest Europas. Die Entwicklung des JM-Aktienkurses hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Anleger, die die günstige Bewertung zum Einstieg nutzen möchten, sollten verkraften können, dass der Aktienkurs möglicherweise noch weiter sinkt.

Orpea SAS: Pflegeheime

Der französische Gesundheitskonzern Orpea betreibt in 16 europäischen Ländern Pflegeheime, psychiatrische Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen. Mit mehr als 104.000 Betten und 1.014 Heimen und Krankenhäusern gehört Orpea zu den Marktführern in Europa.

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