Operationssaal in einer Helios-Klinik: Die Kliniksparte von Fresenius leidet unter den zurückgehenden stationären Behandlungen. / Foto: Unternehmen

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ECOreporter-Favoriten-Aktie Fresenius: Mittelfristige Ziele aufgegeben

Vom Dax-Gesundheitskonzern Fresenius kommen schlechte Nachrichten: Das Management kappt die mittelfristigen Ziele. Die Aktie verliert im heutigen Handel mehr als 10 Prozent an Wert.

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Wegen "Gegenwind im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr" seien die Ziele für das Jahr 2020 nicht mehr zu halten, teilte das Bad Homburger Unternehmen am Donnerstagabend mit. Auf Basis der Erwartungen für das laufende und das kommende Jahr sei "nicht mehr damit zu rechnen", dass die Ziele für 2020 erreicht würden. Auch im kommenden Jahr sollen die Geschäfte eher stagnieren.

Ab 2020 sei wieder mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen, hieß es weiter. Das Konzernergebnis soll dann etwas stärker als der Umsatz zulegen.

Bereits Mitte Oktober hatte das Unternehmen die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt (ECOreporter berichtete hier). Vor allem die im Dax notierte Tochter Fresenius Medical Care ist für die Prognosesenkung verantwortlich. Das Dialyseunternehmen leidet unter schwächelnden Geschäften im Kernmarkt USA und wirtschaftlichen Turbulenzen in den Schwellenländern.

Auch das Klinikgeschäft von Fresenius läuft nicht wie erwartet. Es wird durch den Trend zu ambulanten Behandlungen belastet: Weniger Patienten bleiben über Nacht im Krankenhaus, was sich bei den  Umsätzen bemerkbar macht. Die gute Entwicklung der Flüssigmedizin bei Fresenius Kabi konnte das nicht ausgleichen.

Für das kommende Jahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018. Fresenius will die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr nochmals steigern. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", teilte Fresenius-Chef Stephan Sturm mit. Im kommenden Jahr habe Fresenius vor, wichtige Investitionen zu tätigen. Dadurch soll laut Fresenius-Chef  Sturm der Konzern im kommenden Jahrzehnt noch besser positioniert sein.

An der Börse Xetra steht die Aktie des Gesundheitsspezialisten bei 42,41 Euro (7.12., 9:06 Uhr) - ein Minus zum Vortag von mehr als 10 Prozent. Auf Jahressicht hat die Fresenius-Aktie fast 28 Prozent an Wert verloren.

Fresenius ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Fresenius SE: ISIN DE0005785604 / WKN 578560

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