Der Anteil von grüner Energie am Stromverbrauch hat einen neuen Höchststand erreicht. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Erneuerbare decken mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs

Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2024 durchschnittlich 58 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Das teilten der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mit. Damit wurde ein neuer Rekordwert erreicht.

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch lag fast 6 Prozent höher als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. Der Stromverbrauch insgesamt blieb mit 250 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf dem Niveau von 2023.

Windkraft an Land am stärksten

Die Bruttostromerzeugung aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen lag zwischen Januar und Juni insgesamt bei knapp 150 Milliarden kWh. Davon entfielen knapp 62 Milliarden kWh auf Windenergie an Land und 14 Milliarden kWh auf Offshore-Windkraft. Solaranlagen lieferten 37 Milliarden kWh, 25 Milliarden kWh entfielen auf Biomasse. Auch Wasserkraft trug im ersten Halbjahr mit 12 Milliarden kWh überdurchschnittlich zur Bruttostromerzeugung bei.

Aus konventionellen Energieträgern wurden im ersten Halbjahr 102 Milliarden kWh erzeugt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 120 Milliarden kWh. Die Kernenergie, die im ersten Halbjahr 2023 noch 7 Milliarden kWh Strom lieferte, trägt seit der Stilllegung der letzten drei Kernkraftwerksblöcke im April 2023 nicht mehr zur Stromerzeugung in Deutschland bei.

Die Zahlen seien "der Lohn für den beharrlichen Ausbau von Windenergie und Photovoltaik in den vergangenen Jahren", so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Kerstin Andreae. Der erneute Rekord zeige, "dass eine effiziente, zuverlässige, sichere und treibhausgasneutrale Stromversorgung auf der Basis von nahezu 100 Prozent Erneuerbaren Energien inklusive Wasserstoff bis 2035 in Deutschland nicht nur erreichbar ist, sondern damit auch ein stabiles Fundament für die Industrie auf ihrem Weg zur klimaneutralen Produktion bietet", erklärte der geschäftsführende Vorstand des ZSW Prof. Dr. Frithjof Staiß.

„Der Aus- und Umbau der Stromnetze sowie die Entwicklung von Speichern und innovativen Konzepten müssen mit dem Erneuerbaren-Ausbau Hand in Hand gehen. Denn grüner Strom bringt uns nichts, wenn er nicht genutzt werden kann. Hier muss die Bundesregierung die noch verbliebenen Hemmnisse aus dem Weg räumen“, so BDEW-Geschäftsführerin Andreae.

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