Der chinesische Windturbinenbauer Xinjiang Goldwind gehört zu den nachhaltigeren Unternehmen im ETF. / Foto: imago images, imaginechina

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ETF-Test: Mit Amundi nachhaltig investiert in Schwellenländern?

Dieser ETF will nachhaltig und fossilfrei in Schwellenländern investieren. Sein Name: Amundi Index MSCI Emerging Markets SRI. Hält der ETF auch, was er verspricht?

Anbieter des ETFs ist der französische Vermögensverwalter Amundi, ein 2010 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale. Sowohl Amundi als auch die beiden Banken investieren Kundengelder auch etwa in Kohle, Öl und Rüstung.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im Januar 2019. Da er damit noch keine drei Jahre am Markt ist, erhält er keine Finanznote.

Hier finden Sie den aktuellen Kurs des ETFs bei ECOreporter und Details zur Wertentwicklung!

Die Jahresgebühr ist mit 0,25 Prozent ETF-typisch günstig.

Nachhaltigkeitskonzept

Der ETF investiert in 180 große und mittelgroße Unternehmen aus insgesamt 26 Schwellenländern. Dazu gehören etwa Brasilien, Indien, Griechenland und auch, seltsamerweise, China.

Die Investition erfolgt  nach dem „Best-in-Class“-Verfahren in zwei Schritten. Zunächst müssen alle Unternehmen bei einer ESG-Bewertung eine bestimmte Mindestnote aufweisen, um für den ETF in Frage zu kommen. ESG steht für die Kriterien Umwelt (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und gute Unternehmensführung (G wie Governance). Unter den verbliebenen Unternehmen wird dann in jeder Branche das nachhaltigste Viertel ausgewählt.

Der ETF bildet so einen Aktienindex des US-Finanzdienstleisters MSCI ab. Bewertung und Auswahl der Unternehmen stammen ebenfalls von MSCI. Innerhalb der drei Kategorien „Führend“, „Durchschnitt“ und „Nachzügler“, in die MSCI Unternehmen einteilt, müssen Firmen mindestens die beste Note in der Kategorie „Durchschnitt“ besitzen, um für den ETF in Frage zu kommen.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen aus, die mindestens 5 Prozent ihres Umsatzes mit Alkohol, Pornografie, Glücksspiel, Gentechnik oder der Produktion von Waffen, militärisch wie zivil, erzielen. Vollständig ausgeschlossen sind Tabakhersteller, Betreiber von Atomkraftwerken, sowie die Förderung von fossilen Brennstoffen und Stromerzeugung mit diesen.

Weiterhin nicht ausgeschlossen sind im Bereich fossile Brennstoffe damit weiter Transport und Raffination.

Wie nachhaltig ist dieser ETF?

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