Eusolag will Solarprojekte in Europa erwerben. Anleger können eine Anleihe des Unternehmens kaufen. / Symbolfoto: Pixabay

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Eusolag European Solar AG erwirbt erstes Projekt - Anleihe an der Börse

Die Eusolag European Solar AG hat eine grüne Anleihe aufgelegt, die seit dieser Woche auch börsennotiert ist. Der Zinssatz des Green Bond beträgt 6,25 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Emissionsvolumen beträgt bis zu 125 Millionen Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main möchte Solarprojekte in Europa erwerben. Ein erstes baureifes Solarprojekt hat Eusolag nach eigenen Angaben bereits gekauft.

Junges Unternehmen

Die Neueintragung der Emittentin der Anleihe, der Eusolag European Solar AG, erfolgte laut Unternehmensregister (UR) am 1. März 2022. Die Satzung der Emittentin ist vom 16. Dezember 2021. Gegenstand des Unternehmens ist laut UR-Eintrag „der Erwerb und die Verwaltung von im eigenen Eigentum gehaltenen Beteiligungen in- und Ausland, Erwerb und Veräußerungen von erneuerbaren Energiequellen und der Erwerb und/oder die Pacht von Immobilien zur Entwicklung, Herstellung und dem Betrieb von Photovoltaik-, Wind-, Wasser- und Energie-Anlagen.“

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Das Grundkapital der Emittentin beträgt laut UR 50.000 Euro. Laut UR-Eintrag vom 22. März 2022 ist Philipp Lau (Jahrgang 1985) nicht mehr Vorstand und als neuer Vorstand Ivan Sirakov (Jahrgang 1984) bestellt worden.

Die Eusolag European Solar AG ist laut veröffentlichter Unternehmensmeldung vom 11. März 2022 „ein auf Photovoltaik Anlagen spezialisiertes Deutschen Unternehmen“ (Rechtschreibfehler im Original).  Die Emittentin bezeichnet sich als „Bestandshalter mit aktiven Portfolio- und Asset-Management“. „Alle personalintensiven Tätigkeiten wurden vollständig an Dritte vergeben“, erklärt Eusolag weiter in seiner Unternehmensmeldung.

Privatplatzierung von 10 Millionen Euro

Schuldverschreibungen werden nach Angaben der Emittentin vom 11. März 2022 ausschließlich qualifizierten Investoren in bestimmten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und in der Schweiz angeboten. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren finde nicht statt. Ein von der BaFin gebilligtes Wertpapierprospekt für die Anleihe liegt daher nicht vor.

Am 29. März 2022 meldete Eusolag, dass im Rahmen einer reinen Privatplatzierung ein Emissionsvolumen von insgesamt 10 Millionen Euro an qualifizierte institutionelle Investoren in Deutschland und der Schweiz ausgegeben werden konnte. Die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A3MQYU1) wurde inzwischen in den Handel im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (Open Market) einbezogen. Dort notiert sie bei 100,2 Prozent (Stand: 7.4.2022., 9:34 Uhr).

Karim Sghaier, Direktor Kapitalmärkte und Aufsichtsrat der Emittentin, erklärt in der Meldung vom 29. März 2022: „Die Ausgabe einer Tranche von 10 Millionen Euro ermöglicht die Finanzierung des Erwerbs erster Projekte. Für den weiteren Ausbau des Bestandsportfolios wird die Gesellschaft laufend die Ausgabe weiterer Schuldverschreibungen unter der Unternehmensanleihe 2022/2027 bis zu einem Gesamtvolumen von 125 Millionen Euro prüfen.“

Erstes Projekt erworben

Am 6. April 2022 meldete die Emittentin, dass sie ein erstes Photovoltaik-Projekt mit einer Leistung von 4 Megawatt (MW) im baureifen Stadium erworben hat. In der Unternehmensmeldung wird nicht erwähnt, in welchem europäischen Land sich dieses Projekt befindet.

Der Fokus von Eusolag liege „im Aufbau eines attraktiven Photovoltaik-Anlagen Portfolios in ganz Europa“. Eine nähere regionale Eingrenzung erfolgt in den bis zum 6. April 2022 auf der Internetseite der Emittentin veröffentlichten drei Unternehmensmeldungen nicht.

Europa umfasst über 40 Staaten. Diese unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander, beispielsweise hinsichtlich der Rechtssicherheit oder der Rahmenbedingungen für Solarinvestitionen. So können beispielsweise Investitionen in Solarprojekte in Bulgarien und Rumänien mit deutlich höheren Risiken verbunden sein als bei Solarprojekten in Deutschland.

Für Anlegerinnen und Anleger können bei der Anleihe der Eusolag European Solar AG hohe Risiken bestehen, dass sie ihr eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren.

Eine Übersicht über börsennotierte nachhaltige Anleihen finden Sie hier.

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