Storck produziert hochwertige Rennräder, Mountainbikes, Stadträder und E-Bikes. Im Elektrofahrrad-Segment will das Unternehmen weiter wachsen. / Foto: Pixabay

04.05.18 Crowd-Investment

Fahrradhersteller Storck sucht Crowdanleger

Storck ist für seine High End-Fahrräder bekannt. Das in Idstein in Hessen ansässige Unternehmen will groß in den Elektrofahrrad-Markt einsteigen. Dafür benötigt es zusätzliches Kapital.

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Anstatt Zinszahlungen auch Gutscheine möglich

Storck bietet zudem ein Bonus-Modell an. Wählen Anleger anstatt einer Zinszahlung einen Gutschein für Storck-Produkte, erhalten sie einen Bonus von 50 Prozent. Statt beispielsweise jährlich einen Zinsbetrag von 500 Euro auf das Konto bekommen Anleger dann einen Gutschein über 750 Euro. Dieser Gutschein kann bei einem Kauf eines Storck-Fahrrades verrechnet werden.

Hochwertige Fahrräder als Geschäftsmodell

Storck ist seit 1995 als Fahrradhersteller am Markt aktiv. Die Räder vertreibt das Unternehmen weltweit. Knapp 80 Prozent der Umsätze macht das Unternehmen in Europa. Auf Asien und die USA entfallen 20 Prozent der Umsätze.

Storck hat für zahlreiche Innovationen auf dem Fahrradmarkt gesorgt. Die erste Vollcarbon-Fahrradgabel entwickelte und produzierte Storck. Auch stammt der momentan leichteste Vollcarbon-Rennradrahmen von dem hessischen Unternehmen.

Storck ist seit zehn Jahren im Elektrofahrrad-Segment aktiv

Im Bereich Elektrofahrräder ist Storck seit zehn Jahren aktiv. 2010 war das Elektrorad-Modell "Raddar" Testsieger in der Fachpresse. Für die Modell-Studie "nam:e" gewann der Fahrradhersteller 2017 den German Design Award.

Das Crowdfunding-Projekt soll die Elektrofahrrad-Modelle der 2019er-Serie unterstützen. Storck kann auf seit Jahren steigende Umsätze zurückblicken. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt gesunde 35 Prozent. Ein früheres Crowdfunding-Projekt von Storck haben wir hier analysiert.

Bei dem Crowd-Investment handelt es sich um ein qualifiziertes Nachrangdarlehen, das an Storck vergeben wird. Falls das Unternehmen insolvent werden sollte, werden zuerst die anderen Gläubiger bedient (der Darlehensgeber wird "nachrangig" bedient). Die Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Die Ausweitung will die Storck Bicycle GmbH teilweise über Nachrangdarlehen finanzieren. Anleger können das Unternehmen bei der Expansion unterstützen. Über die Plattform Finnest (www.finnest.com) ist eine Investition ab 1.000 Euro möglich. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Der Clou: Anleger schlagen selbst einen Zinssatz von 3 bis 5 Prozent vor. Storck wählt dann unter den Angeboten die attraktivste Verzinsung aus.

Ein Beispiel: Entscheidet sich das Unternehmen etwa für einen Zinssatz von 3,7 Prozent, werden auch alle Angebote mit einem niedrigeren Zins angenommen und mit 3,7 Prozent verzinst. Nur die Anleger, die einen Zinssatz von über 3,7 Prozent vorgeschlagen haben, erhalten keinen Zuschlag.

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