E-Autos sollen komplett recycelt werden. / Foto: Pixabay

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Fraunhofer IWKS baut eigenes Recycling-Zentrum für Elektrofahrzeuge

Wie könnten wertvolle Materialien etwa aus Hochleistungsmagneten oder Energiewandelsystemen wiederverwertet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Fraunhofer Institut für Werkstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) seit seiner Gründung 2011.

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Das Institut strebt dabei eine geschlossene Kreislaufwirtschaft an, bei der wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und wiederverwertet oder auch durch nachhaltigere Alternativen ersetzt werden können. Elektrofahrzeuge, die etwa wertvolle Metalle wie Kobalt oder Lithium enthalten, zeigen sich dabei zunehmend als ein künftiger Schwerpunkt.

Ein neues „Zentrum für Demontage und Recycling – Elektromobilität“ (ZDR-EMIL) am Standort Hanau soll sich daher nun ganz mit der Wiederverwertung von E-Autos befassen. „Mit dem ZDR-EMIL werden automatisierte und flexible Demontage- und Recyclingprozesse für alle Komponenten aus Elektrofahrzeugen entwickelt. In Kooperation mit der regionalen Industrie können wir so eine hohe Recyclingeffizienz unter den Gesichtspunkten von Wirtschaftlichkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit erreichen“, erklärt Jörg Zimmermann, Projektleiter des ZDR-EMIL.

In dem Zentrum sollen sämtliche Materialien zurückgewonnen werden, und zwar aus allen Komponenten wie Batterien, Brennstoffzellen, Elektronik oder in den Motoren verbauten Magneten. Neben wertvollen Metallen aus den Batterien gehören dazu auch Werkstoffe wie Kunststoff, Aluminium oder Stahl.

Die Recyclingverfahren im Zentrum sollen maßgeschneidert sein. Auch um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, setzen die Wissenschaftler dabei auf robotergestützte und automatisierte Prozesse.

Nach einem Rekordhoch bei der Neuzulassung von E-Autos 2019 war die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge auch im März weiter gestiegen – trotz eines Einbruchs des EU-Fahrzeugmarktes im Zuge der Corona-Krise. Eine Studie der britischen Beratungsgesellschaft Wood Mackenzie warnte im April allerdings vor einem deutlichen Rückgang der Bestellungen bei E-Fahrzeugen, vor allem durch die zu erwartende Rezession in den USA.

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