Smart Mile will den Paketversand klimafreundlicher gestalten und sucht dafür Crowd-Investoren. / Foto: Pixabay

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Freie Paketstationen von Smart Mile – neues Crowd-Angebot auf GLS Crowd mit 8 % Zins

Smart Mile betreibt in Finnland und den Niederlanden 150 Paketstationen. Um weiter wachsen zu können, hat das niederländische Unternehmen ein Crowdinvesting auf der Plattform GLS Crowd gestartet.

Die Paketstationen von Smart Mile stehen allen Paketdienstleistern und auch kleinen lokalen Händlern offen. Unternehmensangaben zufolge sind die Stationen „die einzige komplett unabhängige Lösung auf dem Markt“ und tragen dazu bei, Schadstoffemissionen zu senken und den örtlichen Handel zu stärken. Laut Smart Mile wurden in den letzten zwei Jahren über eine Million Pakete über die Paketstationen des Unternehmens zugestellt.

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Smart Mile möchte in Finnland und den Niederlanden bis zu 140 weitere Paketstationen errichten und sammelt dazu Geld über die Crowd ein. Für das Angebot auf GLS Crowd hat das Unternehmen die hundertprozentige Tochtergesellschaft Smartmile Crowd One GmbH mit Sitz in Nagold (Baden-Württemberg) gegründet. Die Zweckgesellschaft soll das Anlegergeld dazu verwenden, von einem Drittunternehmen produzierte Paketstationen zu kaufen und an die Betreibergesellschaften Smartmile Nederland B.V. und Smart Mile Solutions Oy zu vermieten.

Anlegerinnen und Anleger können ab 250 Euro ein Nachrangdarlehen der Smartmile Crowd One GmbH zeichnen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von acht Jahren und einen Zins von 8 Prozent. Die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals soll in sechs Raten ab 31. August 2024 erfolgen. Über die GLS Crowd will Smartmile bis zu 2,1 Millionen Euro einsammeln. Aktuell sind etwas mehr als 0,4 Millionen Euro gezeichnet (Stand 12.10.2021, 9:39 Uhr).

Muttergesellschaft hat negatives Eigenkapital

Die Smartmile Deutschland GmbH ist noch so jung, dass für sie kein Jahresabschluss vorliegt. Ihre Mutterfirma, die Smart Mile Solutions BV, weist für das Geschäftsjahr 2020 bei einer Bilanzsumme von 1,56 Millionen Euro ein negatives Eigenkapital von 708.000 Euro aus. Im Geschäftsjahr 2019 betrug das negative Eigenkapital 377.000 Euro.

In frühen Entwicklungsphasen sind Investitionen in Unternehmen mit erhöhten Risiken verbunden, die über generelle Branchen- und Finanzrisiken hinausgehen. Zudem verfügt das angebotene Nachrangdarlehen über einen qualifizierten Rangrücktritt und eine vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre. Das heißt: Gerät die Smartmile Crowd One GmbH in Zahlungsschwierigkeiten, darf das Unternehmen die Ansprüche der Anlegerinnen und Anleger nicht bedienen, wenn es dadurch in Insolvenzgefahr geraten würde. Kommt es dennoch zu einer Insolvenz, besteht das Risiko, dass Anlegerinnen und Anleger ihr eingesetztes Kapital vollständig verlieren. ECOreporter empfiehlt: Investieren Sie in riskante Crowd-Projekte nur Geld, auf dessen Rückzahlung Sie nicht angewiesen sind.

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