Im Oktober 2019 hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA Asbestspuren in Babypuder von Johnson & Johnson nachgewiesen – vom Unternehmen beauftragte unabhängige Labore bestätigten das Ergebnis später nicht. / Foto: Unternehmen

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Gericht reduziert Strafe für Johnson & Johnson

Im Rechtsstreit um angeblich krebserregende Körperpflegeprodukte kommt der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson deutlich glimpflicher davon. Eine Milliardenstrafe wurde mehr als halbiert.

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Im Juli 2018 hatte eine Geschworenenjury den Konzern im Skandal um angebliche Asbest-Rückstände in Pflegeprodukten zu einer Schadensersatz- und Strafzahlung von 4,7 Milliarden US-Dollar verurteilt. Diese Summe reduzierte ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Missouri nun auf 2,1 Milliarden US-Dollar.

Geklagt hatte eine Gruppe von fast zwei Dutzend Frauen, die Johnson & Johnson für ihre Krebserkrankung verantwortlich machen. Das Gericht hatte jeder der Frauen 25 Millionen US-Dollar Schadenersatz zugesprochen. Diese Summe bleibt bestehen – reduziert wurde lediglich die darüber hinausgehende Strafzahlung, die der Konzern leisten muss.

Weil Johnson & Johnson in zahlreiche Skandale verwickelt ist und nach Einschätzung der Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug | rating kein überzeugendes Krisenmanagement vorweisen kann, gehört das Unternehmen seit August 2019 nicht mehr zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Die Johnson & Johnson-Aktie notierte am Mittwochmorgen im Tradegate-Handel bei 126,26 Euro und damit zum Vortag 0,11 Prozent im Minus. Im Monatsvergleich hat die Aktie 4,56 Prozent an Wert verloren, auf Jahressicht notiert sie 1,12 Prozent im Plus.

Johnson & Johnson gehört auch zu den Konzernen, die an einem möglichen Corona-Impfstoff forschen. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, dabei in einer laufenden Studie schneller voranzukommen als geplant.

Johnson & Johnson Corp.: ISIN US4781601046 / WKN 853260

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