Hörimplantate von Cochlear. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Gesundheitsaktie Cochlear: Was passiert in den USA?

Während des Corona-Lockdowns sind weltweit deutlich weniger Hörhilfen implantiert worden. Das zeigt sich auch in den neuen Geschäftszahlen des australischen Hörimplantate-Herstellers Cochlear. Das Unternehmen hat aber noch andere Probleme.

Cochlear hat sein Geschäftsjahr 2019/20 Ende Juni mit einem Nettoverlust von 238 Millionen Australischen Dollar (AUD, knapp 145 Millionen Euro) abgeschlossen. Der Umsatz sank zum Vorjahr um 6 Prozent auf 1,35 Milliarden AUD (820 Millionen Euro). Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr war der Verkauf von Hörimplantaten eingebrochen. Im April hatte Cochlear 80 Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vorjahresmonat, danach erholte sich das Geschäft langsam wieder.

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Der Jahresverlust hängt auch mit Patentrechtsstreitigkeiten in den USA zusammen. Ein Gerichtsverfahren, das in letzter Instanz noch nicht abgeschlossen ist, kostete Cochlear im abgelaufenen Geschäftsjahr umgerechnet 253 Millionen Euro.

Liquiditätsprobleme befürchtet das Unternehmen deswegen aber nicht: Im März hatte Cochlear eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die dem Konzern umgerechnet 668 Millionen Euro einbrachte.

Die Cochlear-Aktie notierte am gestrigen Mittwoch im Tradegate-Handel bei 127,00 Euro (Stand 19.8.2020, 15:29 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie um 11 Prozent zugelegt. Im Jahresvergleich liegt sie 2 Prozent im Plus.

Die Cochlear-Aktie ist in den letzten Jahren nur moderat im Kurs gestiegen, obwohl das Unternehmen bis zur Corona-Krise gute Ergebnisse erzielt hatte. Interessierte Anleger sollten den weiteren Geschäftsverlauf beobachten und vor allem abwarten, wie sich die Rechtsstreitigkeiten in den USA entwickeln.

Cochlear Ltd.: ISIN AU000000COH5 / WKN 898321

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