Das nachhaltige Bankgeschäft boomt: Die Bilanzsumme der GLS Bank erhöhte sich 2018 von 5,05 Milliarden Euro im Vorjahr auf 5,67 Milliarden Euro. Ein Zuwachs um mehr als 12 Prozent. / Foto: Unternehmen

29.01.19 Meldungen , Finanzdienstleister

GLS Bank: Starke Zahlen und klare Forderungen an die Politik

Die GLS Bank wächst - das zeigen die Zahlen, die die nachhaltige Bank gestern auf der Bilanzpressekonferenz in Bochum vorstellte. Vorstandssprecher Thomas Jorberg appelliert an die Politik, mehr gegen den Klimawandel und die Trinkwasserverschmutzung zu unternehmen.

Energiewende, bezahlbares Wohnen sowie Soziales und Gesundheit – für diese drei Bereiche vergibt die Bochumer Bank die meisten Kredite. Fossile Energien, Gentechnik oder nicht nachhaltige Landwirtschaft werden von der GLS Bank nicht unterstützt.

Mehr Kunden, mehr Einlagen, mehr Kredite

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GLS-Vorstand Thomas Jorberg fordert einen CO2-Preis und eine Abgabe auf Spritz- und Düngemittel. / Foto: Unternehmen

Die kompromisslose Ausrichtung des Bankgeschäfts kommt auch bei den Kunden an. Die grüne Bank verzeichnet seit Jahren ein stetiges Wachstum - und das trotz der seit 2017 eingeführten Jahresgebühr. Auch auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz verkündete der GLS-Vorstand einen Zuwachs bei Mitgliedern und Kunden: Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder stieg 2018 auf 52.200 an, ein Plus von fast 8 Prozent zum Vorjahr.

Die Zahl der Kunden der GLS Bank wuchs um 5.500 auf 218.000, 2,6 Prozent mehr als 2017. Auch die Bilanzsumme der nachhaltigen Bank erhöhte sich (12 Prozent Plus). Ebenso die Kundeneinlagen (12,6 Prozent Plus) und die Kundenkredite (10,6 Prozent Plus).

Kattowitz vor Davos

Mit Blick auf die Entscheidung der Kohlekommission äußerte sich Vorstandssprecher Jorberg kritisch - und stellt klare Forderungen an die Politik. Der GLS-Vorstandschef identifizierte vier "Bremsklötze" in der gegenwärtigen Klimapolitik, die das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Abkommens gefährdeten.

Zuerst solle die Politik an "den Menschen und an seine Lebensgrundlage - die Umwelt - denken", und erst danach an die Wirtschaft. Bremsklotz Nummer zwei sei ein zu langsames Handeln angesichts des Klimawandels.

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