Die Energiekontor AG ist eine Windkraftspezialistin aus Bremen. Das Unternehmen hat bereits eine Reihe von Stufenzinsanleihen auf den Markt gebracht, um Windkraftprojekte aller Art zu finanzieren. / Foto: Unternehmen

03.08.18 Anleihen / AIF

Grüne Anleihen: Fester Zins, keine Kündigungsfrist - Teil 2

Einen Teil des eigenen Geld komplett in konkrete, überschaubare Projekte stecken und trotzdem das Investment einfach und ohne Frist an der Börse handeln können? Das geht. Mit nachhaltigen Anleihen. Im ersten Teil haben wir Ihnen bereits zwei nachhaltige Anleihen vorgestellt.

Heute geht es um die Stufenzinsanleihe X von Energiekontor und die Deutsche Bildungs Studienfonds Anleihe V. 2017.

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Energiekontor: StufenzinsAnleihe X

Die Bremer Windkraftspezialistin Energiekontor AG hat bereits eine ganze Reihe von sogenannten Stufenzinsanleihen auf den Markt gebracht. Für die hier beschriebene stellte sie Investoren 4 bis 5 Prozent Zinsen pro Jahr in Aussicht – die Zinsen steigen mit der 18-jährigen Laufzeit stufenweise. Das Kapital der Anleger dieser Windkraftanleihe diente Energiekontor überwiegend dazu, Wind- und Solarparks aus dem eigenen Bestand in die Anleihe zu übernehmen.

Am 22.5.2018 notierte die Anleihe bei etwa 100,10. Im April 2018 waren Anleihen zum Gesamtwert von 75.000 Euro gehandelt worden, also war eine gewisse Liquidität im Markt. Handelsplatz der Anleihe ist die Börse Frankfurt. ECOeporter hatte diese Anleihe 2017 in einem ECOanlagecheck analysiert.

Das Fazit: „Die gute wirtschaftliche Lage der Energiekontor AG in Kombination mit der Besicherung der Darlehen ergibt ein angemessenes Zins/Risiko-Verhältnis der Stufenzinsanleihe X.“ Energiekontor stellt regelmäßig neue Stufenzinsanleihen vor. Für den Sommer 2018 ist eine weitere Anleihe zu erwarten. Sie kann voraussichtlich zunächst wieder direkt bei Energiekontor gezeichnet werden.

Deutsche Bildung Studienfonds Anleihe v. 2017 (2027)

Die Deutsche Bildung AG aus Frankfurt hat mehrere Anleihen herausgegeben. Die Anleihe 2017 (2027) läuft zehn Jahre. Sprecherin Anja Hofmann erläuterte gegenüber ECOreporter, dass Anleger damit in Nachwuchsakademiker aller Fachrichtungen investieren, die über den Studienfonds der Deutschen Bildung ihr Studium finanzieren und professionell auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereitet werden.

Menschen Bildung dann zu finanzieren, wenn sie es sich selbst nicht leisten können, und später davon zu profitieren, wenn sie es sich erlauben können, etwas zurückzugeben – das mache Sinn, so Hofmann. Die Rückzahlung der Kredite an die Studierenden sei vertraglich klar mit den studentischen Kunden geregelt.

Die Rückzahlmoral unter den bis Mai 2018 geförderten 3.500 Studierenden sei hoch. 1.400 von ihnen würden mittlerweile an den Studienfonds zurückzahlen, so Hofmann.

Bisher liege die Ausfallquote bei unter 0,5 Prozent. Einen ECOanlagecheck gibt es zu dieser Anleihe nicht. Ihr Kurs hat sich mit einem Plus von fast 3 Prozent recht ordentlich entwickelt. Das bedeutet aber auch: Wer jetzt einsteigt, erhält auf sein Investment etwas weniger als die 4 Prozent Nominalzins.

 

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Die vorgestellten Nachhaltigen Anleihen in der Übersicht.

 

Hier gelangen Sie zu dem ersten Teil unseres Beitrages, in dem wir eine Anleihe des Windenergieunternehmens Prokon, sowie eine Anleihe der Windkraftspezialistin Enertrag vorgestellt haben.

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