Infineon profitiert derzeit von einer hohen Nachfrage nach seinen Halbleitern. / Foto: Infineon

  Nachhaltige Aktien

Infineon erhöht erneut Prognose, Aktie gewinnt 3,7 %

Der größte deutsche Chip-Konzern Infineon geht davon aus, in diesem Jahr mehr Umsatz und Gewinn als erwartet zu erzielen. Lohnt sich derzeit der Einstieg in die Aktie?

Kerngeschäft des Konzerns aus Neubiberg ist die Herstellung von Chips für Industrie- und Automobilkonzerne. Weil diese Bereiche derzeit gut laufen, rechnet das Management für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres 2022/23 (Januar bis März) mit einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro. Bislang lag die Prognose bei rund 3,9 Milliarden Euro.

Auch die operative Gewinnmarge soll höher ausfallen: Sie wird jetzt für das zweite Quartal im hohen 20er-Prozentbereich erwartet statt bei rund 25 Prozent. Als Gründe für die höhere Profitabilität nennt Infineon positive Preiseffekte, eine gestiegene Nachfrage nach den hochpreisigen Halbleitern des Konzerns und eine günstige Entwicklung der Energiekosten.

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Auch für das noch bis Ende September laufende Gesamtjahr geht Infineon jetzt von besseren Zahlen aus. Der Umsatz soll „deutlich“ über den bislang erwarteten ungefähr 15,5 Milliarden Euro liegen. Damit einher gehe eine „positive Wirkung“ auf die operative Marge, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Nach Bekanntgabe der neuen Prognose hat die Infineon-Aktie heute im Tradegate-Handel 3,7 Prozent an Wert gewonnen, aktuell kostet sie 36,10 Euro (Stand 29.3.2023, 9:45 Uhr).

165 Prozent Wertzuwachs in drei Jahren

Nach hohen Verlusten 2022 befindet sie sich seit einigen Monaten auf Erholungskurs. Auf drei Monate gesehen hat sie 24 Prozent gewonnen, im Jahresvergleich beträgt das Plus 10 Prozent. Auf drei Jahre gesehen ist der Kurs um 165 Prozent gestiegen. Zuletzt bewegte sich die Aktie vor allem seitwärts, im Monatsvergleich notiert sie knapp 4 Prozent im Plus.

ECOreporter sieht weiterhin solide Perspektiven für Infineon. Der Konzern ist einer der zehn umsatzstärksten Halbleiterhersteller weltweit und fertigt viele Chips für Zukunftsbranchen, unter anderem auch für Wärmepumpen. In den letzten Monaten hatte das Unternehmen bereits mehrfach seine Jahresprognose angehoben.

Bis Ende 2023 möchte der Konzern zudem eigene Aktien im Wert von bis zu 9 Milliarden Euro zurückkaufen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 für 2023 ist die Aktie derzeit zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht zu teuer für einen Einstieg.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Wo bieten sich nach den hohen Kursverlusten Kaufgelegenheiten?

Infineon Technologies AG: 

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