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Intel will offenbar Strategie bei Auftragsfertigung ändern
Der US-Chiphersteller Intel möchte seine Strategie bei der Auftragsfertigung von Mikrochips ändern und sich früher auf neue Prozesse konzentrieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktie des Konzerns fällt.
Intel-Chef Lip-Bu Tan plant laut Reuters, die Vermarktung der aktuellen 18A-Technologie an externe Kunden im Auftragsgeschäft zu beenden. Das Unternehmen wolle so mehr Ressourcen auf die die neue 14A-Technologie konzentrieren, die ab 2027 starten soll.
Hohe Abschreibungen drohen
Diese potenzielle Neuausrichtung soll Intel wettbewerbsfähiger gegenüber dem global führenden Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) machen. Mit dem neuen Verfahren will Intel Großkunden wie Apple und Nvidia anziehen.
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Allerdings könnte ein Ende des Angebots von 18A an externe Kunden bei Intel zu erheblichen Abschreibungen führen. Diese könnten sich laut von Reuters befragten Analysten auf Hunderte Millionen oder sogar auf Milliarden US-Dollar belaufen.
Intel lehnte es auf Anfrage von Reuters ab, sich zu "hypothetischen Szenarien oder Marktspekulationen" zu äußern. Das Unternehmen betonte allerdings, dass das 18A-Verfahren schon immer hauptsächlich für die eigene Produktion genutzt wurde.
Das Auftragsfertigergeschäft hatte Tans Vorgänger Pat Gelsinger als potenzielles neues Standbein eingeführt. Allerdings läuft das Geschäft zäh, bislang schreibt die Sparte hohe Verluste. Unter Tan gab es zuletzt wieder Spekulationen, dass Intel seine Fertigung vollständig abspalten könnte.
Die Intel-Aktie verlor nach dem Reuters-Bericht am gestrigen Mittwoch rund 4 Prozent an Wert. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 18,66 Euro (Stand: 3.7.2025, 12:09 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 5,4 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich gab der Kurs um 35,4 Prozent nach.
Intel steckt in Schwierigkeiten, hat technologisch in der Produktion den Anschluss verloren und schreibt rote Zahlen. Zuletzt gab es Berichte, dass der Konzern 15 bis 20 Prozent der Stellen in seiner Produktion streichen möchte.
ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern schon länger vom Kauf der Intel-Aktie ab. Zu den aktuellen Problemen kommen Unsicherheiten über die Zukunft der Fertigung des Konzerns. Aktuell scheint unklar, wohin Intel insbesondere mit seinen Plänen für die Produktion steuert.
Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681
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