In Göteborg will JM 330 neue Wohnungen in bester Lage bauen. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

JM kauft Land für neue Wohnungen – lohnt sich die Aktie?

Der nachhaltige schwedische Immobilienkonzern JM hat in Schweden selbstständig und über ein Gemeinschaftsunternehmen Bauland erworben. Für 725 Millionen Schwedische Kronen (SEK; 68 Millionen Euro) kauft ein Joint Venture von JM und dem schwedischen Bauunternehmen OBOS Nya Hem im südschwedischen Lund ein Grundstück, auf dem Geschäftsräume und etwa 2.500 Wohneinheiten entstehen sollen, wie JM am heutigen Freitag mitteilte.

Für 160 Millionen SEK (15 Millionen Euro) erwarb JM in dieser Woche zudem ein Grundstück in der Innenstadt von Göteborg. Hier sollen etwa 330 neue Wohnungen gebaut werden.

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In beiden Fällen soll die Zahlung im dritten Quartal erfolgen und verbucht werden. Für das Grundstück in Lund entfällt auf JM die Hälfte des Kaufpreises, auch das Joint Venture halten die Unternehmen im Verhältnis 50:50. Das Grundstück befindet sich in der Nähe des neuen Bahnhofs Klostergården in Lund, der voraussichtlich 2023 eröffnet wird. Nach Fertigstellung des detaillierten Plans soll auf dem Grundstück eine Bruttogrundfläche von 230.000 Quadratmetern entstehen, die Geschäftsräume und etwa 2.500 Wohneinheiten umfasst. Der Bau wird voraussichtlich 2027 beginnen.

In Göteborg sollen die Arbeiten bereits 2023 losgehen. Dabei ist geplant, die neue Bebauung in eine bereits bestehende zu integrieren.

Günstige Aktie mit Risiko

Die JM-Aktie ist im Handel an der Frankfurter Börse aktuell 2,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 16,92 Euro (Stand: 8.7.2022, 8:01 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 16,2 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 45,2 Prozent an Wert eingebüßt.

Wohnungen in begehrten Innenstadtlagen sind eine Spezialität von JM. Der Konzern ist ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Er lässt seit 2018 als erster skandinavischer Baukonzern alle seine Wohngebäude nach dem nachhaltigen Nordic Swan Ecolabel zertifizieren. Zudem installiert JM auf allen größeren Gebäudekomplexen Solaranlagen.

Hohe Rohstoffkosten und Logistikprobleme in den Lieferketten belasten das Geschäft von JM aktuell und könnten sich noch ausweiten. Das Unternehmen fährt aber weiter solide Gewinne ein, im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres übertraf JM das Vorjahr. Gleichzeitig ist die Aktie ist mit einem erwarteten KGV für 2022 von 9 sehr günstig bewertet. Ein Einstieg ist zwar nicht ohne Risiko, kann für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger aber eine Option sein.

Lesen sie auch: Nachhaltige Immobilienaktien: Wie krisensicher ist Betongold?

JM AB: ISIN SE0000806994 / WKN 890459

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