Kleinere und mittlere Werte sind bei der Wertentwicklung an der Börse offenbar im Vorteil. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten, Meldungen

Kleinere Börsenunternehmen kommen besser durch die Krise

In den vergangenen 20 Jahren haben Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen (sogenannte Small Caps und Mid Caps) aus Europa eine zwanzigfach bessere Performance hingelegt als Large Caps, Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 2 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie des Asset Managers Lupus Alpha hervor.

So erzielten Aktien im Börsenbarometer Stoxx Europe TMI Small demnach zwischen Januar 2000 und Oktober 2020 eine Gesamtperformance von 255,1 Prozent. Aktien im Large Cap-Index Stoxx Europe 50 kamen im gleichen Zeitraum auf ein Plus von nur 6,3 Prozent. Auf Jahresbasis entspricht das einem Zuwachs von 6,3 Prozent für Nebenwerte und 0,3 Prozent für Standardwerte, teilt Lupus Alpha mit.

Großunternehmen erholen sich langsamer

Auch die Volatilität europäischer Nebenwerte lag in den Jahren 2000 bis 2020 laut der Studie mit 16,75 Prozent mehr als 3 Prozentpunkte unter der von Standartwerten mit 20,08 Prozent. Auch bei der sogenannten Recovery-Zeit, innerhalb der sich ein Index nach einem Kurseinbruch wieder bis zu seinem maximalen Vorkrisen-Niveau erholt, seien Nebenwerte Standardwerten überlegen. Das zeige sich nicht nur bei gesamteuropäischen Aktien, sondern auch im Euroraum sowie in Deutschland, so Lupus Alpha.

Lediglich beim Maximalverlust zeige sich ein gemischtes Bild. Während die Verluste von Nebenwerten in der Dotcom-Krise deutlich hinter denen von Large Caps zurückblieben, brachen sie in der Finanzkrise stärker ein. In der Corona-Krise im März 2020 fielen gesamteuropäische Nebenwerte deutlich stärker als Large Caps, während die kleineren Börsentitel in der Eurozone und in Deutschland kaum mehr abgaben als große Konzerne.

„Unsere Auswertung zeigt, dass Small- und Mid Caps den Large Caps in drei von vier Kategorien überlegen sind: Performance, Volatilität und Recovery. Zudem sollte für den langfristig orientierten Investor ein höherer maximaler Drawdown weniger entscheidend sein als eine schnellere Wertaufholung. Aus Risiko-Rendite-Sicht spricht deshalb einiges für die stärkere Berücksichtigung von Small- und Mid Caps in der strategischen Asset-Allocation“, so Götz Albert, Chef-Investmentstratege bei Lupus Alpha.

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