BlackRock kann weiterhin in den Kohlekonzern RWE investieren. / Foto: Pixabay

12.02.20 Meldungen

Klimaaktivisten stürmen BlackRock-Büros

BlackRock will sein Geld aus Kohleunternehmen abziehen – aber längst nicht aus allen. Klimaschützer haben deshalb die französische Zentrale des weltgrößten Vermögensverwalters besetzt.

Am Montag drangen Mitglieder der Aktivistengruppe Youth for Climate France in die Pariser Büros von BlackRock ein, blockierten den Haupteingang und malten Parolen wie „Ich will leben!“ an die Wände. Nach einigen Stunden zogen die Aktivisten friedlich ab, die Polizei nahm 17 Personen vorläufig fest.

Youth for Climate protestierte mit der Aktion unter anderem gegen die Ankündigung von BlackRock, künftig weniger Geld in Kohleunternehmen anzulegen. Vielen Klimaschützern gehen die Pläne von BlackRock nicht weit genug.

Die Vermögensverwaltung will sich bis 2025 nur aus Kohleunternehmen zurückziehen, die mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes mit der Förderung von Kraftwerkskohle erzielen. Unternehmen, die Kohlestrom erzeugen, sind laut der Nichtregierungsorganisation urgewald nicht Bestandteil der neuen Regelung. Das bedeute, so urgewald, dass BlackRock weiterhin in einige der weltweit größten CO2-Emittenten investieren könne – zum Beispiel in RWE. Das liege daran, dass die mehr als 80 Millionen Tonnen Kohle, die RWE jedes Jahr fördere, direkt in den firmeneigenen Kraftwerken verbrannt würden.

Mehr zu den Kohleplänen von BlackRock können Sie hier lesen.

Verwandte Artikel

15.01.20
BlackRock-Chef Larry Fink kündigt Initiativen für mehr Klimaschutz an
 >
13.01.20
ETF-Anbieter BlackRock schließt sich Climate Action 100+ an
 >
02.08.19
BlackRock: Fossile-Energien-Investments kosten Anleger 90 Milliarden US-Dollar
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x